Mehr aus Porto

Gestern hat es geregnet: Wir waren nur im überdachten Einkaufszentrum um die Ecke und anschließend im sicherlich besten Restaurant mit dem freundlichsten und vorausschauendstem Besitzer, den man sich nur vorstellen kann. Da gehen wir morgen nochmal hin!

Faru meint, sie hat mehr Bilder von der brennenden Wurst als vom Atlantik gemacht (stimmt aber nicht, ich hab gezählt).

Heute war das Wetter dann wieder viel besser, oder zumindest so, dass man ordentlich durch die Stadt marschieren und sich viel angucken konnte. Und wenn es dann doch einen Schauer gab, war das nächste Café oder der nächste Laden immer nur wenige Meter entfernt: perfekt!

Hier nochmal der Eingang zum überdachten Markt:

Unsere Straße:

Und dann die Ecke rum in die Innenstadt. Heute haben wir uns treiben lassen, mit ein paar Eckpunkten, die wir gerne ansteuern wollten, aber alles ganz entspannt.

Die Straßenbahnfahrer haben einen unerschütterlichen Glauben daran, dass alle Touristen sicher schnell genug zur Seite springen. Fahrradfahrer sieht man kaum (bei den Steigungen wenig verwunderlich), es gibt überdurchschnittlich viele Smarts. Portuneser parken wo sie wollen oder machen einfach mal eine dritte Spur auf, wenn ihnen die Autofahrer vor ihnen zu langsam oder zu untschlossen scheinen. Oder sie weichen gefühlt willkürlich auf die Gleise der Tram aus. Trotzdem ist es nicht laut, ganz selten hupt mal jemand oder schimpft im Auto wild vor sich hin.

Nicht nur, aber auch im Straßenverkehr kam mir Porto herrlich kölsch und entspannt vor:

Et es wie et es, et kütt wie et kütt, et hätt noch emmer joot jejange, und manchmal ein schulterzuckendes wat wells de maache.

Torre dos Clérigos:

Miradouro da Vitoria: Toller Aussichtspunkt über die Innenstadt.

Unverhoffter Fund:

Die berühmte „Livraria Lello e Irmão“. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass ein Kaffee oft weniger als 1 Euro kostet, sind 3 Euro Eintritt fast schon Wucher. Tickets gab es auf der anderen Straßenseite; wir stellten uns trotzdem mit vielen anderen (Touristen) an. Drinnen war es wie bei MuKK an einem regnerischen Samstag Vormittag: voll, warm, laut und hektisch mit nachvollziehbar genervten Angestellten, aber irgendwie auch urig, und im Nachhinein bin ich doch froh, drin gewesen zu sein.

Die Universität,

und schließlich, nach einer schnellen Pommes zum Mittag und einem wagemutigen „Mojito Shot“ im Café am Nachmittag der Heimweg zum Apartment in der Dämmerung.

Und dann wieder zum Restaurant unseres Vertrauens, um den letzten Abend in Porto gebührend feiern. Bis tief, tief in die Nacht, denn morgen geht es heim nach Münster.

 

 

4 thoughts on “Mehr aus Porto

  1. Renate says:

    Tolle Bilder von einer hübsch-hässlichen Stadt, wie Heinz Rühmann sagen würde.
    Diese Stadt war auf jeden Fall einen Kurzbesuch wert.
    L.G. Mama

    1. Silke says:

      Das war sie auf jeden Fall!

  2. Oma Mona says:

    Hallo Silke
    Du hast mal wieder tolle Bilder gemacht,das sieht nach ein paar schönen Tagen und Spaß in Porto aus.Liebe Grüße an euch alle in Münster aus S

    1. Silke says:

      Vielen Dank, Mona! Porto hat mich definitiv überzeugt, aber nicht für kleine Kinder, sondern als Städtetripp für Menschen, die gerne rauf und runter laufen : )

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