Heute sinnvoll: eine regenfeste Tasche für den Transport von Büchern

Die letzten Tage der Weihnachtsferien sind angebrochen, Christoph musste heute schon wieder ins Büro, die Mädchen werden ab Donnerstag wieder in der Schule sein und bei mir geht es am Freitag wieder los.  Es gilt also, die wenigen verbleibenden Stunden möglichst gut auszunutzen. Am Vormittag hat es ordentlich geschneit, aber schon ab dem Mittag wurde aus dem Schnee leider Dauerregen.

Für Hanne bedeutete der Montag, dass sie sich endlich neuen Lesestoff besorgen kann. Sie brannte seit gestern Vormittag sehnsüchtig danach, heute in der Stadt von ihrem Weihnachtsgeld (das eigentlich für einen Kinonachmittag gedacht war) und einem aufgehobenen Büchergutschein aus dem letzten Jahr die nächsten beiden Bände der Edelstein-Trilogie zu kaufen. Hanne brachte ihre kleine Schwester sogar dazu, sich zu einer halbwegs humanen Zeit (also vor dem Mittagessen) angezogen und mit Regenschirm in der Hand an der Haustür einzufinden, damit wir in die Stadt gehen konnten. Ich war die einzige, die länger brauchte – konnte ja nicht ahnen, dass die beiden ein solches Tempo an den Tag legen würden!

Außerdem war das Wetter so furchtbar usselig.

(Da hinten fährt sogar jemand mit Regenschirm Fahrrad. Das will in einer Stadt, in der Groß und Klein etliche Regensets besitzen, was heißen.)

Die Gunst der Stunde nutzend hatte ich die zurückzugebenden Medien für die Stadtbücherei dabei. Wenn wir schon bei so ungemütlichem Wetter in die Stadt mussten: Zwei Fliegen, eine Bücherklappe.

Die Mädchen wollten am großen Pegboard aus Loombändern neue Muster kreieren, aber ich hatte ja mit Hanne, die es zur Buchhandlung trieb, eine gute Verbündete. Wir schafften es unter einer halben Stunde wieder raus aus der Bücherei. Das passiert sonst nur, wenn die Bücherei zumacht und uns rausschmeißt, oder wir Erwachsenen alleine Bücher nur zurückbringen.

In der Buchhandlung griff Hanne zielstrebig nach ihren beiden Bänden und wippte aufgeregt und vorfreudig auf den Fußballen herum. Ella durfte stöbern und entschied sich für ein Buch, das laut Büchertisch „für coole Jungs“ gedacht ist: der neueste Band von Rico und Oskar. Der Tisch daneben, an dem sich Pferde- und Feenbücher „für Mädchen“ stapelten, interessierte sie überhaupt nicht. Ich musste durfte heute auch den Disney-Prinzessinnen-Schirm haben, sie nahm lieber den großen, dunkelblauen. Der passte auch besser zu ihrem Verkleiderock mit Spitze, Strass und Bling-Bling.

Dann nur noch schnell den symmetrischen Tannenbaum in den Arkaden bewundern

und über den Prinzipalmarkt heim.

Ella und ich hatten unsere Schuhe noch nicht aus, da saß Hanne schon mit dem nächsten Band, eingekuschelt in eine Decke, auf der Couch und las.

 

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