Hannes erste Halloweenparty

Beim Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule blieben 3 von 4 Freundinnen zusammen, Thea folgte ihrer großen Schwester auf eine andere Schule. Seit der umarmungsreichen Verabschiedungsfeier in der Turnhalle der Grundschule haben die 4 nichts mehr gemeinsam unternommen, zu viel anderes stand auf dem Programm.

Für heute Abend hatte Hanne die anderen 3 aber zu einer kleinen Halloweenparty geladen. Wiebke, Emma und Thea sollten kommen, bitte dem Anlass entsprechend verkleidet, ab 17h.

Am Vormittag besorgten Ella, die morgens beim Kinderarzt (negativ) auf Scharlach getestet wurde, und ich wichtige Dinge für die Party, also Knicklichter, Popcorn und Getränke. (Ich will mir gar nicht ausmalen, was gewesen wäre, wenn die Party wegen einem hochansteckenden kleinen Geschwisterkind hätte abgesagt werden müssen. Hanne war so dankbar, dass Ella kein Scharlach hat, dass sie ihr versprach, sie dürfe die ganze Party über dabeisein und alles mitmachen.)

Am Abend haben Hanne und ich  unruhig werdend, da es kaum noch welche gab, was schon für leichte Panikanfälle sorgte im so gut wie leergekauften und übervollen Freitagabend-Super-Supermarkt am anderen Ende der Stadt, auf der anderen Seite des Kanals, 5 feine orangene Kürbisse gekauft. Sie durften in der Küche auf ihren großen Einsatz warten.

Heute stand der gesamte Tag im Zeichen der Vorfreude und Vorbereitung. Um 8h stand Hanne kribbelig am Elternbett und meinte, sie wäre jetzt wach und wir könnten anfangen zu schmücken und zu backen.

Schokomuffins gehen natürlich immer.

Ella, die prompt auch wach wurde, hat kleine Taschentuchgespenster gebastelt,

Christophs Aufgabe bestand darin, die Kürbisse vorzubereiten,

ich war für Spinnennetze zuständig.

Die Muffins haben später noch eine Marshmellow-Verzierung bekommen, die bei Pinterest immer feinfädrig und dünn wie ein Spinnennetz aussieht (und natürlich als „ganz leicht nachzuahmen“ angepriesen wird), die wir aber ums Verrecken nicht so dünn hingekommen haben. Die in der Mirkowelle kurz angewärmten Marshmellows zogen sich zwar ganz gut auseinander, waren aber einfach viel zu zäh und klebrig, um Spinnenfäden zu simulieren. Letztendlich war so etwas den Mädels aber ohnehin egal.

Als wir mit dem Vorbereitungen durch waren, war es kurz nach Mittag und es galt, den ganzen langen Nachmittag an öder Warterei durchzustehen.

Endlich 17 Uhr. Wiebke war Hexe, Emma eine ziemlich gruselige Bloody Mary, Thea Zombie, Hanne war als Halbtote Flamencotänzerin unterwegs und Ella als Vampir,

und alle haben beim Kürbisschnitzen auf ihre Finger aufgepasst.

Ellas Kürbis:

Und im Dunkeln:

Der Abend war ein voller Erfolg. Ich mache das unter anderem daran fest, dass die 4 Großen gegen 10 in Richtung Matratzenlager aufbrachen und ich ihnen gegen halb 1 ein energisches (und gefühlt mein allererstes) Muttermachtwort in den Raum warf: „Jetzt aber leise!“.

Leiser wurden sie, geschlafen haben sie erst lange Zeit später – so, wie es sich eigentlich gehört.

(In anderen Teilen Münsters geht man natürlich auch Süßes-oder-Saures-rufend durch die Straßen und klingelt bei den Nachbarn, in unserem Viertel aber nicht. Den ganzen Abend kam auch zu uns kein fremdes Kind und fragte nach Süßigkeiten – die eigenen natürlich schon.)

 

b

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