Das Unwetter

28. Juli 2014 4 Von Silke

Eigentlich wollten Mona und Bernhard im Haus helfen, nicht im Keller.

Am Nachmittag haben die Mädchen noch mit Oma im Nieselregen die Zweige im Garten zurückgeschnitten,

bis es dann ernsthaft zu regnen begann und wir im Keller das steigende Wasser bemerkten.

Erst war für die Mädchen alles ein großes Abenteuer. Das Wasser war nur gummistiefelhoch, die kleine Schmutzwasserpumpe arbeitete unverdrossen und unermüdlich.

Soweit war der Schaden ärgerlich, arbeitsaufwendig, aber nicht zu schlimm.

Der Regen ließ nach und wir bekamen das Wasser bis 20h ganz gut aus dem Keller raus – hier schon 2 Ziegel tiefer, als es bis dahin stand.

Die einen kümmerten sich ums Wasser, die anderen sortieren Kartons um und trugen sie in die Wohnung. Hanne breitete die nass gewordenen Bücher (Priorität 1) und Spiele (Priorität 2) in der Wohnung aus, damit alles so gut wie möglich trocknen konnte.

Aber dann setzten Sturm und sturzbachartiger Regen ein – und wir konnten nur noch zugucken, wie das Wasser minütlich höher stieg.

Hannekniehoch.

Kniehoch

Kellertür

Und dann blieb nur noch der Rückzug zur Treppe und für die Mädchen gab es absolutes Kellerverbot.

Am vorläufigen Ende stand das Wasser dann ungefähr 1.10m hoch und 2 Stufen unter dem Erdgeschoss. Wir haben durchs Fenster die Waschmaschine beim Schwimmen beobachtet.

Kurz nach diesem Bild hatte das Wasser Stromkasten mittig erreicht und einen Kurzschluss ausgelöst, so dass wir im Dunkeln standen. Mit Eimern und der tapferen kleinen Schmutzwasserpumpe konnten wir bis Mitternacht 2 weitere Stufen Luft nach oben verschaffen,

dann setzten Blitz, Donner und Sturzregen erneut heftig ein und wir konnten dem Pegel schon wieder beim Ansteigen zugucken.

Dass der Keller mit 90qm richtig groß ist war unser Glück, denn so konnten sich die Wassermassen „gut“ verteilen und stiegen nicht bis ins Erdgeschoss.

Christoph hat irgendwann alleine weitergemacht bis das Wasser weg war, da war es halb 6. Alle Sachschäden sind ärgerlich, aber zu verkraften. Ich bin froh und dankbar, dass ihm neben dem verschmorten Stromkasten nichts passiert ist.