Das gewöhnliche Leben

Ella fiel der Abschied im Kindergarten etwas schwerer als sonst, aber die Gruppe ist wegen der Sommerferien um ein Drittel reduziert (fast um alle Schulkind-Geschwisterkinder) und dementsprechend auch um ein Drittel ruhiger. Schon als ich beim Tor war, hat sie mir keinen Blick mehr gegönnt.

Hanne hat muensterload, die Online-Ausleihe der Stadtbücherei, für sich entdeckt und surfte nach einem Blick auf den Dauerregen draußen verzückt den Katalog rauf und runter und las und las und las.

Am Nachmittag musste ich die Ausstechförmchen aus dem Keller holen (schon in der 4. Kiste war ich erfolgreich!), denn die beiden wollten dringend Plätzchen backen.

Während der Teig im Kühlschrank ruhte und sich für die bevorstehenden Aufgaben abkühlte, spielten wir mitten im Backchaos einige Partien Rommé.

Anschließend wurden die Plätzchen wurden mit Zuckerguss verziert ertränkt, dabei sangen die Mädels aus vollem Hals

Yes, I’ve been brokenhearted

Bluuuue since the day we parted

Why why did I ever let you go?

Hanne kommandierte die Aktion, Ellie, im Prinzessinnenkleid, führte geflissentlich aus. Der rosa Traum aus Synthetik und Polyester ist mittlerweile schon an den Schultern gerissen und im Brustbereich etwas spack, riecht aber immerhin nicht mehr allzu ekelig nach Plastik.

Das gewöhnliche Leben ist zurück, und es ist gut so, wie es ist.

 

 

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