Wladimir Sutejew

Ich besitze ein uraltes Kinderbuch mit 11 „Lustigen Geschichten“von Wladimir Sutejew, dessen Protagonisten meistens Küken, Entlein, Kätzchen und die Hunde Kulli und Bobik sind.

„Printed in USSR, Москва́“ mit mittlerweile ziemlich fleckigem Leineneinband, geliebt, zerlesen und wahrscheinlich von meiner Mutter „geerbt“, weil es in meinem Bücherregal stand solange ich denken kann. Als Preis steht mit Bleistift 6.20 auf der letzten Seite. Weiß der Geier in welcher Währung.

Sutejew ist nicht mehr so „Baby“ wie Osterwalders Bobo Siebenschläfer (den wir in Richtung Kiel geschickt haben für das nächste Mädchen, dem sicherlich auch so viel vorgelesen wird wie unseren beiden), aber auch noch nicht so komplex wie Richard Scarry, den sich Ellie noch nicht alleine anschaut.

Beide Mädels kramen das Buch immer mal wieder aus dem Schrank.

Dass der Hund Kulli heißt und damit so ähnlich wie meine Schlafrobbe ist eigentlich nebensächlich, wird aber bei jedem neuen Aufklappen nach längerer Pause wieder erwähnt. (Gedanklich schreibe ich meine übrigens mit einem l, falls ich sie überhaupt schreibe. Michael, 2 Häuser die Straße runter, hatte im Alter von ungefähr 7 so eine Robbe geschenkt bekommen und ich brauchte auch eine, un-be-dingt, zum Glücklichsein. Michaels Robbe war das selbstgemachte Meisterstück einer talentierten Freundin seiner Mutter und meine Mutter hat sich dann darum gekümmert, dass auch ich eine gemacht bekam.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich Kuli bekam – und mit meiner Tante in Offenburg telefonierte („Silke, komm ans Telefon und erzähl Tante T mal was!“). Das Telefon stand damals noch auf dem Telefontisch im Wohnzimmer. Ich musste den Robbennamen buchstabierte, weil meine Tante erst dachte, die Robbe heiße Muli. Ich war entrüstet!).

Heute haben alle 3 Mädchen in diesem Haushalt eine Schlafrobbe: 1x Kuli und 2x Robbe. Wahrscheinlich hätte es kreativere Namen gegeben, wenn die Junior-Robben zu einem späteren Zeitpunkt in unser Leben getreten wären als an der Schwelle zum 2-Wort-Satz.)

Zurück zu Wladimir und seinen Lustigen Geschichten. Drei Kätzchen:

Wer hat Miau gesagt?

Unter dem Pilz (eine Geschichte, die mich schon als Kind faszinierte. Erst kann sich nur die Ameise unterstellen, am Ende passt neben Schmetterling, Maus und Spatz sogar noch der Hase drunter. Alle rücken zusammen, um den Neuankömmling vor dem Regen oder dem Fuchs zu retten.):

Leider habe ich noch nicht herausfinden können, wann mein Buch gedruckt wurde, aber es gibt eine „neue“ Auflage von 1960.

Wenn es wie aus Kübeln gießt und das kleine Mädchen und ich statt Trampolin zu springen im Auto warten müssen, bis Hannes Schwimmkurs fertig ist,

zaubert Muttern die Lustigen Geschichten aus der nicht ganz krümelfreien Umhängetasche  –  und ist der Held.

 

 

2 Kommentare

  1. Hast du denn deinen Mädels erzählt, dass auf einer Klassenfahrt Kuli fast gestorben wäre? Weil böse Jungs alle Kuscheltiere entführt hatten! Und du Rotz und Wasser geheult hast !

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