Brückentag: Matschküche und Lagerfeuer

Hanne genießt es, an Brückentagen nicht in die OGS zu müssen: das Schlimmste an der Schule (an der sie eigentlich gar nichts schlimm findet) ist nämlich nicht die Schule, sondern das frühe Aufstehen. Wie praktisch also, wenn Mama die meiste Zeit zu Hause arbeiten kann.

Der Kindergarten hatte zwar eigentlich offen, aber Ellie wollte lieber auch Zuhause bleiben, und somit waren die einzigen, die arbeiten mussten, Christoph und ich.

Hanne und ich können wunderbar nebeneinander für uns alleine sein. Sie liest stundenlang und ich arbeite, zwischendurch machen wir uns was zu essen und irgendwann hole ich das kleine Mädchen vom Kindergarten ab, während Hanne sich noch nicht aus den Schlafklamotten rausbequemt hat (und es auch danach nicht tun wird).

Das funktioniert natürlich nicht, wenn eine Vierjährige dabei ist, schon gar nicht ohne den Einsatz von multimedialen Hilfsmitteln, die ich ja zur Zeit streng limitiere.

Daher habe ich nach Ausschlafen, gemütlichem Frühstück und Kressepflanzen

mit den beiden eine Matschküche gebaut. Wenn wir irgendwas in Hülle und Fülle haben, dann ja wohl Baumaterial!

Bimssteine, Ziegel, Holzklötze, ein langes Brett, ein altes, ausrangiertes Ikea-Regal, Eimer, Gießkanne und ein paar Töpfe bildeten den Anfang in der sonnigsten Ecke des Gartens.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich ins Arbeitszimmer verabschiedet und habe nach einer Weile geguckt, wie es läuft. Und es lief super. Die Matschküche wuchs und wuchs, beide überboten sich mit neuen Ideen und werkelten fröhlich und zufrieden. 

Bis zum späten Nachmittag hatte ich meine Arbeit erledigt, Hanne und Ella waren noch lange nicht fertig.

Ich hatte Zeit, in Ruhe einen Salat für meine Grilleinladung zu machen,

küsste zwei glückliche, schmutzige, sonnensatte Kinder und einen großartigen Mann zum Abschied und Christoph knüpfte nahtlos an den Draußentag an:

Lagerfeuer!

In der Wohnung hätte das so nie funktioniert.

5 thoughts on “Brückentag: Matschküche und Lagerfeuer

  1. faru says:

    Tolle Küche, toller Garten! Der beste Kinder Sitter ist tatsächlich die Natur :)

    1. Silke says:

      Apselut! Der Garten ist allerdings noch ein ziemliches Chaos, ich bin einfach nur gut im Ausschnitt-Photographieren ; )

  2. faru says:

    Kommt mir bekannt vor :D

  3. […] Die Mädchen haben die Matschküche reaktiviert. […]

  4. […] Einer der schönsten Handgriffe ist es für mich, wenn ich morgens die Solarlux aufschmeißen kann und sich mein Leben nach draußen verlagert. Meistens kommen die Kinder direkt hinterher. […]

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