Umwege

Heute Morgen hab ich mich mit dem Architekten im Haus getroffen, um Zargen auszumessen und abzusegnen, allerdings kamen uns einige Sachen dazwischen. Gut, wenn dann Hausbesitzer, Architekt und unterschiedliche Gewerke vor Ort sind, um alles direkt absprechen zu können.

Das Loch in der Wand zum Nachbarhaus, in das der Träger einbetoniert wird, ist fertig.

Aber auf der anderen Seite (an der Stelle, an der das Loch für die Treppe nach oben nach oben laufen sollte) legten die Handwerker einen nirgendwo verzeichneten Stahlträger frei,

Stahlträger

der den Statiker wieder auf die Baustelle brachte, um zu schauen, wie man die Last umverteilen kann, so dass wir unsere Pläne nicht verwerfen müssen. Glücklicherweise ist das nicht so kompliziert wie erst vermutet, allerdings kann der schon gekaufte und natürlich jetzt zu lange Stahlträger heute nicht eingebaut werden. Eigentlich war das der Plan, damit die Träger und Stützen gut anziehen können, bis der Deckendurchbruch realisiert wird.

Was aber letztendlich nicht so schlecht war, denn dann hatten die Handwerker immerhin Zeit, nicht nur den Balkon im 1. Stock zu demontieren, sondern auch dem Dachdecker auszuhelfen. Ihm fielen beim Abmachen der alten Dachrinnen sowohl große Teile des bröckeligen, über Jahre hinweg nassgewordenenen Überhangs entgegen, ihm fiel außerdem auch auf, dass die Dachpfette und mindesten zwei Sparren total verfault sind und neu gemacht werden müssen.

Dachrinne

Aus irgendwelchen Gründen wurde um die Dachpfetten herum allerhand Bauschutt gelagert; so viel Müll hatten wir ja schon unter dem Balkon gefunden. Unmöglich!

Vor allem in der Ecke zur Dachterrasse ist es heftig, weil das Regenwasser hier gar nicht abfließen konnte. Die Feuchtigkeit hat sich angesammelt und das Holz verfaulte natürlich. So sieht es da oben aus:

Dach

Hoffentlich sieht es auf der anderen Dachseite, wo es auch lange nachtropft, besser aus, wenn die Dachrinnen erneuert werden. Ich habe Hoffnung, weil das die Sonnenseite ist.

Ich nehme an, das sind die unvorhergesehenen Ausgaben, von denen ich so viel gehört habe. Die, die man nicht einplanen kann, aber sollte.

Die Zargen haben wir dann doch noch ausgemessen, denn deswegen war ich ja eigentlich da.

 

 

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