Lambertus

In Münster feiert man – offensichtlich seit 1781 – traditionell Mitte September das Lambertusfest. Die Kinder laufen mit ihren Laternen zu einer vorher aufgestellten Pyramide aus Holz und Grünzeug und stecken ihre Laternen dann hinein. Um diese Pyramide herum werden im Anschluss münsterländer Lieder gesungen, zum Beispiel dieses hier:

„O Bur, wat kost’t dien Hei, o Bur, wat kost’t dien Kärmis-Hei, juchheißavivat Kärmis-Hei, o Bur, wat kost’t dien Hei?“ 

Dieses Lied hat 21 Strophen. Bis jetzt konnten wir uns dem Lambertusfest erfolgreich entziehen: unser Kindergarten hat sein eigenes Laternenfest und die ersten beiden Jahre der Grundschule war Hanne krank oder verhindert. Dieses Mal gab’s aber kein Drumherum. Da Hanne sich für den Nachmittag zu Wiebke verabredet hatte, verordnete ich Ellie einen ganz ruhigen Tag auf der Couch, denn sie brach beim Gedanken daran, dass es zum Abendbrot keine Brötchen gibt, in verzweifelte Tränen aus.

Ellie

Also steckte ich das kleine Mädchen nach dem Abendbrot (ohne Brötchen, dafür aber mit Erdnussbutter auf Zwieback) um halb 7 ins Bett und holte Hanne dann flott auf dem Schulhof ab. Die 21 Strophen habe ich mir angehört, aber nicht wirklich verstanden. Hanne aber auch nicht.

 

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