Ausmisten. Und: Alpina System Color Sonnengelb.

Die Mädchen sind bei meinen Eltern, da muss ich mich ablenken und beschäftigen, bis wir abends skypen – außerdem komme ich zu den meisten Dingen auf meiner To-Do-Liste  nicht, wenn kleine und mittelgroße Hände mitwirken wollen. Einmal staubsaugen am Tag reicht, wenn niemand krümelt. Weder Christoph noch ich produzieren in 3 Tagen auch nur annähernd so viel Wäsche wie die Mädels ohne sich anzustrengen an einem Vormittag. Ich brauche nicht loszugehen und Knoppers und Joghurt für Ellie kaufen, damit das Kind auch was isst. Also muss ich mir was anderes suchen, was meine Zeit in Anspruch nimmt.

Heute hab ich angefangen radikal auszumisten. Überall. Ich bin mir über mein System noch nicht so ganz im Klaren (was wahrscheinlich bedeutet, dass ich gar keines habe), also gehe ich es einfach so an, wie ich es sonst in kleineren Dosen schon ab und an, vorsichtig, heimlich, vormittags, in Hannes Zimmer angewandt habe: die offene Mülltüte in der einen Hand, während die andere fröhlich Zeug aus den Ecken kramt und in die Tüte stopft. Zeug, mit dem sie seit langer Zeit nicht mehr spielte, Kaputtes, Unpassendes, aber nichts Geliebtes oder Wichtiges. Bitte, bitte erzähle niemand Hanne davon, aber sie ist eine außer Kontrolle geratene Sammlerin mit einem sehr großen Zimmer und viel Stauraum.

Ich  habe lange Zeit nicht verstanden, was am Ausmisten so toll sein soll, aber es ist dermaßen befreiend, dass es einfach gute Laune macht. Wenn wir jetzt noch entweder mehr oder einfach nur größere Mülltonnen für unser Haus hätten, könnte ich auch direkt alles endgültig loswerden.

Darüber hinaus habe ich angefangen etwas sonnengelb zu streichen. Es sitzt jetzt auf einer kleckerfesten Tüte in der Sonne im Wohnzimmer, trocknet und wartet auf die zweite Runde.

 

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