Ja, diesmal was für Sie, Frau S.

Ich bekomme sehr selten Päckchen – wenn überhaupt, dann mal von Amazon, und auch dann sind es eigentlich eher Geschenke für die Mädchen oder andere liebe Menschen. Den Postboten kenne ich nur, weil ich ständig für die anderen Mieter im Haus Pakete entgegennehme: der Nachbar unter uns ist passionierter Modellbootbauer und bestellt immer wieder einzelne Teile im Internet, der nebenan bekommt Medikamente zugeschickt: „nicht an Kinder aushändigen!“.

Um die Mittagszeit gibt es überhaupt nur 2 Möglichkeiten, wenn es klingelt. Entweder steht Liv vor der Tür, dem Duft von frischem Kaffee folgend, oder der Postbote hält mir sein Pad zum Unterschreiben vor die Nase.

Aber heute brachte er ein Paket für MICH! Wir waren beide mehr als ein wenig erstaunt, aber ein Blick auf meine Anschrift ließ mich lächeln. Wenn man weit mehr als die Hälfte seiner Schulzeit neben ein und derselben Person sitzt und sich auch im Urlaub ständig Briefe schreibt (ja, Briefe. Mit der Hand. So alt bin ich schon.), dann reicht eine Millisekunde, um die Handschrift zu erkennen.

Das wahrscheinlich letzte „Petit Paquet“ von Nike aus Bonn

mit 10 Briefmarken, von denen etliche auf die Wiederbesiedlung heimischer Wildtiere aufmerksam machten,

brachte einen kleinen Teil der durch das altbewährte Prinzip „Baby in Bollerwagen am Karnevalszug“ erbeuteten Kamelle nach Münster.

Und schaut mal da:

Das riecht und schmeckt nach Kindheit. Danke, Du Weltbeste!

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