Cineast

Hanne ist eine, die vom Fernsehprogramm manchmal Alpträume bekommt. Daher durfte sie bislang überhaupt nur wenige und mit Bedacht ausgewählte Sendungen sehen. Lange Zeit gab es nichts anderes als das Sandmännchen – Festplattenreceiver sind wirklich unheimlich praktisch.

Aber nun ist sie ein Schulkind und wollte dringend auch mal ins Kino. Ich bin öffentlich bekennender Lillifee-Nichtfan, aber dieser Film, Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn (namens Lucy), schien mir harmlos genug und 74 Minuten rosarote Feenwelt samt Schwein Pupsi kann ich mir Hanne zuliebe schon mal antun. Ich dachte bislang fälschlicherweise, Pupsi sei ein Schweinejunge und der Frosch Carlos Spanier – Pupsi schwelgt im Kinofilm zwar minutenlang in Lillifees ausufernder Schuhsammlung, was ja nun noch nichts heißt, trägt allerdings auch einen Bikini, und Carlos hat einen stark ausgeprägten französischen Akzent. Zumindest bei Carlos kann ich mich von meiner vorgefertigten Meinung also verabschieden.

Hanne konnte auf der Hinfahrt vor Aufregung nicht stillsitzen. Sie ist zum Eingang gejoggt und neben der Kasse auf- und abgehüpft. Sie hat sich in den Kinosessel geschmust, die warme Popcorn-Tüte auf ihren ausgestreckten Beinen balanciert und nicht reingegriffen, bis der Film anfing. Sie hat es geliebt, und ich auch. Für sie.

 

One thought on “Cineast

  1. Veronika says:

    Fabian war mit Lennard in Cars. Es ist erstaunlich, dass er fast sein Eigengewicht in Popcorn essen kann. Seitdem ( schätzungsweise seit 2 Monaten) sind wir permanet Lightning, Hook und wie sie alle heißen. Rollenspiele können die Hölle sein.

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