Sonntagsgefühl

Kaum Verkehr auf der Straße, die Läden haben geschlossen, wir sind uns selbst genug.

Weil wir uns die Woche über wenig gesehen haben, willige ich gerne ein, als das kleine Mädchen zum Frühstück 3 Spiele runterträgt.

Das magische Labyrinth
Rummy Cup
Geister, Geister, Schatzsuchmeister

Christoph kommt dazu, und später auch das große Mädchen. Hanne lernt dieses Wochenende fleißig für die erste Französischklausur…

… hat aber trotzdem Zeit zwischendurch nach dem Puzzle zu sehen.

Am Ende des Tages ist es endlich fertig, und natürlich fehlt ein Teil. Wir haben lange gebraucht, irgendwann im Mai war der Anfang.

Abends bin ich zum Nachgeburtstagfeiern im wintergarten.ms eingeladen, einer popup-Bar im ehemaligen Jeansgeschäft am Alten Steinweg. Sehr hygienegerecht organisiert, und so ein schöner Abend – vielen Dank dafür!

Am Wasser entlang

Das Wetter ist mittelschön, aber gut genug für eine Radtour. Ich habe mich für die Planung von dieser hier inspirieren lassen, und wir haben einige unbekannte Vorort-Ecken durchradelt.

An der Pleistermühle, also schon fast wieder zu Hause, haben wir eine kleine Wasserpause gemacht und waren am Ende ziemlich genau 2 Stunden unterwegs.

Auch heute ist Christoph früh unterwegs und bringt Bilder aus den Rieselfeldern mit.

Die Mädchen sind ähnlich früh unterwegs, müssen aber in die Schule. Der Montag ist jetzt wieder der unerfreuliche Start in die Woche. Ich hab Zeit für Angenehmeres und kann mich an meinem letzten freien Tag bis Weihnachten mit einem Arbeitskollegen zum Kaffee treffen.

Überraschungsschnitzeljagd

Wochenende, ach, Wochenende!

Christoph bringt den Garten auf Vordermann und danach den ganzen Grünschnitt zum Recyclinghof.

Die Freundinnen des großen Mädchens haben sich geheim mit mir abgesprochen, sie am Nachmittag in die Stadt zu locken. Dort wollen sie mit einer Schnitzeljagd ihren Geburtstag starten, der aus Gründen im April nur digital stattfinden konnte.

Wenn das große Kind denkt, dass es Chinesisch gibt, folgt es mir praktisch überallhin (eventuell sogar in ihre persönliche Vorstellung der Hölle, und die ist erstaunlich detailliert: auf keinen Fall möchte sie jemals in einem Uboot voller Autoluft auf einer hohen Leiter stehen müssen.)

Wir Mädchen radeln in die Stadt, ich texte den Freundinnen, wo wir geparkt haben.

Während wir unterwegs sind, knoten die Freundinnen den ersten von so um die 8-10 Luftballons der Überraschungsschnitzeljagd an Hannes Leeze.

Ellie und ich lassen das große Mädchen alleine losziehen, geben den Freundinnen überlebenswichtige Übernachtungsutensilien und radeln heim zu Oma. Am späteren Abend drehen wir noch eine Runde über den Campus und gucken beim wilden Mitmachgarten vorbei.

Vor einiger Zeit hatten wir Topinambur gespendet, aber der hat’s nicht lange gemacht.

Abends spielen wir zu viert Tabu, und der Ausgang ist denkbar knapp (aber meine Mutter und ich gewinnen gegen Christoph und Ellie).

Im Kanal

In Köln wird man mit 4711 gedäuf, Menschen aus Münster schwimmen im Kanal – das ist seitens des Bundes zwar grundsätzlich nicht erlaubt, aber geduldet.

Hanne schwimmt und paddelt schon den gesamten Sommer über im Kanal herum, meistens am ruhigeren Samlandufer. Heute sind wir aber mit vielen lieben Menschen verabredet, denen auch so heiß ist, und fahren kurz nach Mittag in Richtung Nieberding. Es ist voll auf den Wiesenstreifen rechts und links des Kanals, ich finde zu voll, aber im Wasser ist es herrlich und die meisten sind eh stundenlang drin.

Ellie und ich sind in diesem Jahr gemeinsam das erste Mal im Kanal und fühlen uns nun auf echte Münster’sche Art getauft.

Es war herrlich! Um 6 sind wir zu Hause, gehen hübsch nacheinander duschen und genießen einen entspannten Samstagabend.

Barfuß

„Nie machen wir zu viert was zusammen“, fand das jüngere Kind und hat sich für heute gewünscht, gemeinsam einen Ausflug zum Stift Tilbeck in Havixbeck zu machen.

Gut, dass sie eine große Schwester hat, die so etwas positiv aufnimmt und bereitwillig mitfährt. Wir waren ja schon öfter da (2012, 2014, 2015, 2016, Hanne auch 2018).

Es war wenig los, es war sonnig, es roch nach Sommer und Feldwaldwiese, wie schön!

Corontäne 27: Picknick

Huch, es ist ja Sonntag. Seit die Wochentage kaum mehr Bedeutung haben, fällt das nur auf, weil wir nicht einkaufen gehen könnten, wenn wir denn wollten, weil wir etwas vermissten. In der Regel ist es aber ja so, dass man immer genug zu essen im Haus hat, nur vielleicht nicht gerade das, worauf man Lust hat.

Es ist sogar Ostersonntag, und das fällt mir erst wieder ein, als ich sehe, was der Beste auf den Küchentisch gestellt hat:

Wie lieb von ihm! Die Mädchen hatten so lange kein Überraschungsei mehr, dass sie sich sehr darüber freuen.

Das Wetter ist famos. Das große Mädchen zieht kurze Zeit später wie immer los, um einmal die Promenade zu umrunden. Kurze Zeit später, wir anderen pröddeln noch herum und haben grade Kaffee auf die Terrasse getragen, ruft Hanne bei Ellie an und fragt, ob wir nicht zum Picknicken auf die Promenade kommen möchten? Möchten wir,

und so entsteht das erste Mal seit geraumer Zeit ein gewisser Zeitdruck, denn wir nehmen Badmintonsachen mit, Picknickdecken, etwas zu essen, ein Kartenspiel… und Ellie radelt trotz gebrochenem Arm. Münsteranerin, eben.

Während die anderen beiden noch Äpfel schnibbeln, stelle ich schon mal die Leezen aus der Garage.

Wir bleiben 2 Stunden auf der Promenade.

Als es nach Mittag voller wird, machen wir uns auf den Heimweg. Dann muss ich noch ein bisschen arbeiten, die anderen gucken eine Serie und spielen und am Abend treffen wir uns wie immer auf der Couch. Heute gucken wir den neuen Spiderman.

Corontäne 19: Unterwegs

Wir basteln und schreiben einige Osterkarten an eine Initiative, die dazu aufgerufen hat, persönliche Grüße zu verfassen und die diese dann an die Bewohner münsteraner Altersheime verteilt. Da machen wir gerne mit.

Hanne schmeißt sie auf ihrem Weg in die Stadt gleich in den Briefkasten, damit sie Anfang der Woche bei der Organisation ankommen.

Sie trifft sich mit ihrer +1-Person für Picknick und Spaziergang und ist hinterher sehr beeindruckt davon, wie leer die Innenstadt an einem Samstagvormittag bei tollstem Wetter war.

Christoph und Ellie fahren einkaufen, und so bin ich das erste Mal seit gefühlt ewig alleine zu Hause. Ich mache mir einen Kaffee und arbeite mich in das ein, was nach den Osterferien höchstwahrscheinlich auf mich zukommen wird.

Den Nachmittag verbringen wir im Garten, und schließlich radelt Christoph noch eine Runde durch die Stadt.