Den Samstag genießen

Ist das warm! Am Vormittag passiert irgendwie nichts, alle pröddeln und tun ihr eigenes Ding. Das ist schön, das läuft gut so.

Hanne ist mit Freundinnen auf der Promenade und schickt Baumbilder. Sie hat den Sommer so herbeigesehnt, weil dann das Freundetreffen im Park viel entspannter klappt. Ich gönn es ihr von Herzen.

Am Nachmittag bricht zu Hause plötzlich Aktionismus aus:

Christoph schmirgelt den Terrassentisch ab und lasiert.

Dann hat er noch einen halben Topf Lasur übrig und verwendet den auf die beiden neuen Palletten. Die alten gehen langsam aus dem Leim und sollten ausgetauscht werden.

Ellie und ich radeln in die Stadt. Seitdem mein Haustürschlüssel im Schloss abbrach, leihe ich mir immer einen von den anderen aus. Das ging problemlos, wir sind ja eh fast immer da, oder wenigstens eine:r von uns. Aber einen eigenen zu haben ist auch nicht schlecht, und auf meiner „Machen!“-Liste klebt das Schlüssel-Post-It schon sehr lange, und die Sonne scheint, und Ellie will ein Eis, und außerdem darf man jetzt wieder in die Stadtbücherei und vielleicht ein gutes neues Spiel für den Abend ausleihen ….. wir schwingen uns auf’s Rad, parken an der Bücherei und schlagen uns erstmal zum Schlüsselmann durch. Wegen all der Menschen gibt’s nur Bilder von schmalen Himmelsstreifen zwischen alten Häusern:

Am Ende hab ich meinen nachgemachten Schlüssel, aber kein Eis für Ellie (die Schlangen waren uns deutlich zu lang), dafür haben wir eine neue Hose und einen Pulli für sie gefunden (aber nur, weil sie sich nicht an der Umkleide hat anstellen müssen). Die Stadtbücherei hatte schon zu, als wir wieder zurück zu den Leeezen gingen: Anfängerfehler, samstags ja nur bis 16 Uhr. Dann gibt’s kein Spiel, aber dafür einen gemütlichen gemeinsam Abend. Auch gut.

Pfingstmontag

Hanne hat gestern Nachmittag Besuch bekommen.

Alle sind wundervoll aufgeregt und haben sich viel zu erzählen, die Zelte bleiben 2 Nächte stehen. Jedes Mädchen hat ein eigenes: nur so durften alle 3 Freundinnen zu Besuch kommen und auch hier übernachten.

Christoph, Ellie und ich lassen die Teenager zurück und machen eine Radtour durch die Rieselfelder, bevor es regnen soll. Am Ende waren es 21,21km.

Am Abend bestellen wir Pizza und die Zelttruppe Chinesisch und sitzt ums Feuer (aber bei Weitem nicht so lange wie gestern).

Muttertag

Die Mädchen flüstern miteinander im Flur, als sie sich um kurz nach 8 aufmachen um Brötchen für’s gemeinsame Frühstück zu holen.

Um 9 darf ich aufstehen. Der Terrassentisch ist gedeckt, es gibt frischen heißen Kaffee, natürlich Brötchen, und Umarmungen. Wir sprechen über den Tag, sitzen in der Sonne, lesen Zeitung und Prospekte. Es wird heiß, wir spannen das Sonnensegel von Hannes Balkon zur Garage, weil der Sonnenschirm nicht mehr aufmachbar ist.

Hanne geht mittags mit ihrer +1 durch den Nordpark und tankt noch mehr Sonne. Als sie wiederkommt, hüpfen wir ins heiße Auto und fahren zum Kunstgarten Lauheide.

Man soll ja ab und an einen Ort fahren, an dem man noch nie war.

Wir schlendern ungefähr eine Stunde durch den Garten und sind so gut wie alleine, wundervoll.

Dann sind wir schwitzig und warm und haben für den Nachmittag genug unternommen. Man ist ja nichts mehr gewohnt!

Maifeiertag

Ungerecht, dass er auf einen Samstag fällt, finden die Mädchen. Ich finde das auch, einer 4-Tage-Woche kann ich grundsätzlich viel abgewinnen.

Heute fühlt sich alles an wie ein Sonntag, und hier passieren trotzdem Dinge:

Das Fenster und die Balkontür für Hannes Zimmer sind da und warten in der Garage auf ihren Einbau.

Wir bekommen einen 1x1x1m großen Regenauffangbehälter, der über die Garage in den Garten gehievt werden muss, weil er nicht durch die Tür passt. Den Platz dafür hatte Christoph schon vorbereitet.

Wir haben vor, das Regenwasser von der Garage in den Behälter zu leiten; zusätzlich wird das Regenfallrohr angezapft.

Kind2 genießt die Sonne.

Spaziergang: nicht nur in Bonn gibt es Kirschblüten!

Im Gewächshaus geht’s ordentlich voran.

Spielerunde am Abend.

Dunkelgrau

Wir machen in Ellies altem-neuem Zimmer weiter.

Ellie verspachelt wirklich gerne und gut.

Christoph und Ellie streichen, Hanne und ich lernen und arbeiten.

Okay, das sieht wirklich phänomenal dramatisch aus!

Am Abend schieben wir das Bett nach dem Trocknen der Wand wieder ans Fenster. Ob das Bett da stehenbleiben wird, sehen wir im Laufe der weiteren Umgestaltung.

Christoph läuft noch eine Alleinerunde.

Runde durch’s Viertel

Schon schön, da, wo wir wohnen. Unterwegs war Christoph, weil wir Ellas Impfpass nicht mehr finden, die Schule aber die Masernimpf-Kontrolle durchführt.

Vorgestern Rundmail der Schule – gestern erwähnt, dass wir uns darum kümmern müssen – Christoph sagt, dass er das übernimmt – ruft sofort beim Kinderarzt an – holt heute den Impfpass ab. Herzensternchenaugen.

Das große Kind lernt für die Erdkundeklausur.

Ich besuche Babypflanzen im Gewächshaus.

In Vorbereitung zum Zimmertausch zieht der Spieleschrank aus dem aktuellen Gästezimmer in Ellas Zimmer um, das früher mal das Gästezimmer und wiederum davor Hannes Zimmer war.

So, so

Die Tage fließen ineinander, alle haben Fristen einzuhalten, Projekte und Referate und Essays und Aufgaben fertigzustellen und den Kopf über Wasser zu halten. Ich überlege kurz, ob es mich stressen sollte, dass ich so fürchterlich unkreativ bin, was das Mittagessen angeht, aber es kommt mir unsinnig vor, dafür heute Energie aufzubringen. Noch ist hier keiner verhungert.

Christoph spaziert am späten Nachmittag mit einer Freundin eine Runde um den Aasee. Ich bin richtig erschrocken, wie viele Menschen auf diesem Bild zu sehen sind – sehr ungewohnt.

Wenn man näher hinguckt, sieht man allerdings, dass die Decken auf der Wiese tatsächlich relativ weit auseinanderliegen (anders als damals beim Treibgut, wo man am Ende kaum noch durchkam, ohne auf fremde Decken zu treten. Das wird wohl so bald nicht mehr möglich sein).

Das große Mädchen muss heute für Kunst das ausgedruckte Foto eines Gebäudes mit Make-Up, Lippenstift, Kajal, Rouge, Foundation, etc. übermalen…

Das wird schwer. Letztendlich finden finden wir immerhin Karnevalsschminke im Badezimmerschrank, und die soll man ja auch nicht ewig aufheben. Die Kunstlehrerin wird von der Farbenpracht unseres Make-ups vermutlich überrascht sein.

Hier und da

Der Vormittag vergeht mit aufstehen, Kaffee von Hand brühen (die Kaffeemaschine hat nach 10 Monaten Homeoffice-Beanspruchung spuckend und gurgelnd den Dienst quittiert), frühstücken und spielen.

Anschließend drehen die, die wollen, eine Runde durch die Stadt. Wir besuchen dabei auch die Lambertikirche, wo ein Organist grade wilde Stücke übt, und den Dom, in dem wir uns die astronomische Uhr genauer angucken.

Christoph und Ellie drehen noch eine Runde mit dem Rad durch die Rieselfelder, während die Sonne langsam untergeht.