Montag, 10. Januar 2022

Macht mich jedes Mal sehr froh, wenn ich ins mein Arbeitszimmer gehe: besinnliches Waldgrün.

… fehlen noch einige Dinge an der Wand, aber die finden sich noch.

Mittwoch, 05. Januar 2022

Hannes Ausbeute aus der Stadtbücherei, allerdings geht sie nächste Woche noch mal in die ULB. (August 2016 hab ich sie ihr gezeigt.)

Ich bereite eine Wand in meinem Arbeitszimmer für den Anstrich mit „besinnlichem Waldgrün“ vor. Vor anderthalb Jahren gab’s die gelbe Fischgräte, und wenn ich sie nicht ständig in meinem eigenen Zoom-Hintergrund sehen und daran erinnert werden würde, dass sie aussieht wie eine Traktorspur, hätte ich sie vermutlich länger behalten.

Die Streichschuhe hab ich lange nicht mehr angehabt.

Erster Vorstrich und Ränder; später noch ein zweites Mal weiß über die Traktorspur.

Sonntag, 19. Dezember 2021

Zwischen Hannes und Ellies Lerneinheiten für die nächsten Klausuren – Latein, Englisch, beide nochmal Mathe – in der letzten halben Schulwoche vor den Weihnachtsferien gehen wir einen Weihnachtsbaum kaufen. Das machen wir schon seit einigen Jahren bei der kleinen, rumpeligen, netten Familiengärtnerei um die Ecke.

Wir einigen uns schnell auf den vermutlich schönsten Baum, den wir je hatten (wie jedes Jahr) und tragen ihn heim.

Die Mädchen verschwinden an ihre Schreibtische und teams-Meetings mit Freund:innen und Christoph öffnet den Rolladenkasten, denn die linke Seite hakt und rollt sich nicht mehr auf. Etliche Wochen konnten wir sie mit sanfter Handgewalt nach oben anstoßen, während jemand anderes wild auf den Taster drückte, ein zwei-Mensch-Job, aber seit einigen Tagen bewegt sich nichts mehr.

Vor 8 Jahren hatten wir die Rollläden als fast erstes ins Haus einbauen lassen. Statt teurer Eheringe.

Der Weltbeste macht sich ein Bild von der Situation, entweder ist der Motor kaputt oder der Kompressor, oder sowas in der Art. Er bestellt, was er braucht, und macht mit Hannes Hilfe den Kasten provisorisch wieder zu. Das kommt davon, wenn man der Mutter über den Kopf wächst!

(Dass sie auf eine Leiter gestiegen ist, ist Ausdruck purer Liebe.)

Dienstag, 07. Dezember 2021

Eintopf heißt so, weil man alles in einen Topf packt. Christophs erster Versuch ist glorreich und schmeckt allen. Davon essen wir jetzt einige Tage.

Die Sternlampe bekommt einen neuen Platz und beleuchtet ab jetzt den Weg nach Bethlehem die Treppe rauf.

Ich packe meinen Koffer …

Das kleine Mädchen packt für die Klassenfahrt. Es ist großartig, dass sie stattfinden und sich die Klasse besser kennenlernen kann. Jetzt sind sie in der 7. und hatten noch keine große Zeit, sich in der 5 zusammenzufinden, bis der Lockdown kam.

Ich gucke, wie’s läuft und dann aus dem Fenster.

Läuft alles, ich gehe als 1. den Küchentisch einölen, das hat er sich verdient, und 2. ein Puzzle auf diesem vollenden.

Christopher Street Day

Die geerbte Zweiercouch im mittleren Zimmer rutscht in Ellas Zimmer. Ich stelle sie später für Selbstabholer in die lokalen Kleinanzeigen und hoffe, dass sie schnell weggeht.

Die klappbare Schlafcouch kommt an ihre Stelle.

und dann demonstriert Hanne mit ihren Freund:innen für die Rechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen und transgender Personen sowie gegen deren Diskriminierung und Ausgrenzung.

Am Abend bringt sie einige alte und neue Menschen mit und sitzt lange in der Küche.

Eine neue Couch: Fläzen

Die alte muss weg; wir stellen sie voraussichtlich oben ins mittlere Zimmer.

Während ich bei der Arbeit bin (physisch! Ein Meeting! In Präsenz! Woanders!) nehmen Christoph und Ellie die vielen, vielen schweren Pakete entgegen und starten mit dem Aufbau.

Das beschäftigt uns den ganzen Nachmittag.

Unheimlich, so viele Schrauben, Unterlegscheiben, Klammern und Muttern übrig zu haben? Finde ich auch.

Am Abend sieht es im Wohnzimmer schön aus, und überall sonst steht mehr Zeug rum als normalerweise. Das Verräumen dauert jetzt noch ein bisschen, ist aber auch egal, als wir uns abends alle fläzen.

Drinnen und draußen

Christoph hängt Ellies Hängestuhl an neuer Stelle auf. Sie hat ihn wegen solcher Ausflüge zum Maxisand zum 7. Geburtstag bekommen, aufgrund der Umstellerei im Zimmer musste er aber dem neuen Bett Platz machen.

Jetzt hängt er vor dem Fenster, und Ellie hängt drin ab.

Ich glaube, sie ist noch in der Zimmerfindungsphase – der Schreibtisch steht jetzt mal an der Wand gegenüber. Schreibtischlampen sind out, das Licht des Laptops reicht wohl.

Am Abend gehe ich mit dem großen Mädchen gießen und den Pflanzen hallo sagen.

Wir beschließen, den Zucchinis mehr Platz zu gewähren, sie breiten sich rasant aus. Offenbar mögen sie abendliche Besuche. Ich lese im Internet, dass die wohl gar nicht zwingend klettern wollen, aber jede Pflanze um sich herum Platz möchte. Hanne setzt um, ich mache Fotos.

Den anderen Gewächshausbewohnern geht’s auch gut. Das einzige Radieschen wird uns geschmacklich sicher umhauen, allerdings gibt es dann auch wirklich nur 1/4 Radieschen für jede:n.

Ich nehme Ruccola für’s Abendbrot mit, der macht schon Anstalten zu blühen und wer weiß, ob man den dann überhaupt noch essen kann.

Über die kreischende Paprika, die ich dazu tue, amüsiere ich mich länger als gedacht.

Beflügelt vom Gärtnererfolg bestelle ich kurzerhand Bio-Erbsen im Internet, die sich der Beste aller Ehemänner wünscht. Ich werde berichten.

Regenwasser

Heute geht’s darum, Wasser für den Garten bereitzustellen – Leitungswasser und Regenwasser gleichermaßen. Der Brunnen macht ja leider nach wie vor Probleme, trotz Erwins fachmännischer Einschätzung.

Christoph bastelt über die Garage eine Leitung vom vorderen Fallrohr in Richtung Regentonne.

Hanne kippt Probewasser vom Balkon.

Opa legt den den Wasseranschluss, der durch die Waschküche schon bis in die Garage geht, einmal durch bis in den Garten und schließt die Pumpe für die Regenwassertonne an. Sie wird in der Garage stehen, vor Wind und Wetter geschützt.

Der Außenwasserhahn:

Dann gibt’s Kaffee und Kuchen und nach arbeitsreichen Tagen machen sich Oma und Opa auf den Heimweg. Vielen Dank für die großartige Hilfe!