Nordkirchen

Christoph und ich sind uns sicher, dass wir schon mal im Garten des „Westfälischen Versailles“ herumspaziert sind, und sogar ein Kind dabei hatten – dann vermutlich das Große, als es noch sehr klein war, denn offenbar war das noch in der Prä-Blog-Ära, sprich vor September 2008.

Zeit, diesen Spaziergang zu wiederholen.

Hanne muss den ersten Faust-Prolog auswendig lernen. Jede Minute zählt.

Nach etwas mehr als einer Stunde sind wir genug geschlendert, die Sonne geht schon fast unter und es wird kalt.

Am Auto wartet eine böse Überraschung auf uns – der Außenspiegel an der Fahrerseite hat einen Riss, jemand ist dagegengekommen oder -gefahren.

Jemand hat uns freundlicherweise einen Hinweis samt Autokennzeichen hinterlassen.

Damit werden wir dann in den kommenden Tagen zur Polizei gehen.

Zuhause backen die Mädchen 3 Bleche Baiser aus aufgefangenem Aquafaba, einem kleinen Berg Zucker und der unvermeidbaren Lebensmittelfarbe.

und das Wochenende beschließen wir auf der Couch.

Beim Schweden

Es ist wunderschön draußen, und wir fahren zu Ikea.

Wir können langsam wirklich über Badezimmereinrichtungen nachdenken, und außerdem bekommt Ellie endlich eine neue Lampe.

Wir bekommen ausgerechnet das Waschbecken, das wir wollten, nicht mehr, aber ansonsten alles eingetütet.

Ellies neue Lampe, nachdem sie sie zusammengebastelt hat:

Außerdem haben wir uns Fugenfarben ausgesucht!

Fliesenlegertag 4

Die ganze Woche über hat Christoph von Zuhause gearbeitet und sich zusätzlich um alle Absprachen mit den Handwerkern gekümmert.

Abends verabredet sich das große Mädchen und es gibt Süßkartoffeln.

Lieder über Alkohol

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da.

Er bringt uns Wein, Shakuntala!

Fast jeden Abend verbringen wir in den Nachrichten ein paar Minuten mit Shakuntala Banerjee und finden sie ganz ausgezeichnet.

Premiumkontaktfamilie

Fast November, fast Lockdown. Morgens verschläft das große Mädchen, schafft es dann aber doch irgendwie rechtzeitig zum Schmücken in den Garten zum 16. Geburtstag der Freundin!

Abends sind wir zur Premiumkontaktfamilie verabredet, und das ist wieder so schön! Die „Kleinen“ daddeln, wir hören sie aus dem Wohnzimmer lachen. Wir Großen reden und spielen Codenames und Taboo und reden und lachen und laufen beschwingt nach Mitternacht zu Hause.

Erster Eintrag im Kontakttagebuch: Check.

Lernen, Backen, Anders

Die nächsten Arbeiten stehen an, und das große Mädchen lernt am besten in der Küche. Wenn es rundherum zu laut ist, setzt sich sie einfach Musik in die Ohren.

Nebenbei backen Schokomuffins im Ofen, denn eine ihrer Freundinnen hat am Wochenende Geburtstag.

Auch, wenn es wieder mal keine großen Ausflüge oder Übernachtungsfeiern geben kann, versuchen die Mädchen das Beste daraus zu machen und werden sich mit Abstand im Garten treffen. Sie halten sich gut, aber es zehrt.

Weiter geht’s

Der Klemner ist für den Moment fertig. Christoph arbeitet noch etwas nach, denn morgen geht’s mit den Fliesenleger weiter.

Vorbereitende Baumaßnahmen für eine Zeit nach den Kinder im Haus, sollte es oben wieder eine Küche geben.

Noch kann man in Hannes Zimmer gucken.

Ellie und ich radeln nachmittags in die Stadt, um ihre neue Brille abzuholen – sie sieht super aus!

Abends backen wir Brot mit Anweisungen von Hanne aus der Vergangenheit.

Schlitze klopfen, und mehr

Opa B. kommt für’s Wochenende, und Christoph und er machen kräftig Boden gut im Badezimmer: am Montag kommt der Klempner, und dafür können die beiden noch einiges an Vorarbeit leisten.

Später bekommen wir sogar noch ein Licht auf den oberen Absatz der Kellertreppe, ein Traum von Helligkeit!

Und Oma kümmert sich um Ellie und die Nahrungsaufnahme aller.

Kirschholz

Hätte-hätte-Fahrradkette es Corona nicht gegeben, wäre Russ im Sommer wieder nach Münster gekommen, aber auch das ist in diesem Jahr anders.

Umso schöner, dass wir heute gemeinsam wieder ein Paket aus Lansing haben auspacken können, aber erst nachdem Christoph, begleitet von den Mädchen, zum Hauptzollamt gefahren ist. Dort mussten sie das Paket unter den Augen der Zollbeamtin öffnen, denn die Inhaltsangabe „gifts and sweets“ war offensichtlich nicht glaubwürdig (aber wahr).

Für Ellie lag eine digitale Schieblehre mit Anzeige in inch und cm dabei, die Oma direkt erklären konnte. Sie messen hier einen selbstgefundenen Petoskey Stone aus, seit 1965 der offizielle Stein des Staates Michigan.

Ellie und Russ haben viele Stunden damit verbracht, Dinge auszumessen, daher freut sie sich sehr darüber. Und Steine liebt sie sowieso.

Es sind viele amerikanische Süßigkeiten im Paket, Popcorn, Post-Its in allen Farben des Regenbogen (für mich, versteht sich), ein langer, lieber Brief und eine Schale aus Kirschholz. Kirschholz ist jetzt offiziell Ellies Lieblingsholz.