Freischaufeln

Es hilft alles nichts, heute müssen wir mal einen Großeinkauf machen. Zu Fuß mit dem Rucksack bekommt man zwar so einiges mit, aber so toll ist Einkaufen auch nicht, dass wir das begeistert jeden zweiten Tag machen wollen – schon gar nicht, wenn man durch den Schnee stapfen muss. Als zusätzlichen Anreiz hat die Müllabfuhr angekündigt, ab Montag die Häuser wieder anzufahren, aber die Tonnen nur dort zu leeren, wo sie frei zugänglich sind.

Dafür müssen wir erstmal die beiden Schneehügel hinter dem Auto, also rechts und links vom Fahrradweg, wegbewegen und dann natürlich das Auto und seine Reifen freilegen und drumherum noch ein bisschen.

Vor dem Haus brauchen wir zu dritt anderthalb Stunden; eine Schaufel geht dabei zu Bruch und uns wird ganz schön warm.

Hinterm Haus ist zur gleichen Zeit Ellie damit beschäftigt, die Hälfte der Terrasse vom Schnee zu befreien und nebenbei eine Höhle unter dem Tisch zu bauen.

Die Eisplatten auf der Terrasse sind sooooo dick.

Am Nachmittag gucke ich mit Hanne Biathlon, Christoph und Ellie fahren großeinkaufen und am abend bin ich mit meinen Kölner Mädels zum zoomen verabredet – natürlich verkleidet. Ellie schminkt mich passend.

Schneeprojekte

Morgens wecke ich erst Ellie, dann Hanne. Ihr Balkon hat über Nacht noch ein bisschen mehr Schnee gesammelt.

Auf der Wiese zeigt der Zollstock mittlerweile 32cm.

Es soll kein neuer Schnee dazukommen, der Himmel ist blau und es ist unfassbar kalt.

Nach der Schule geht Ellie rüber zu den liebsten Fastnachbarn. Sie haben vor, eine Schlittenbahn von der Garage runter in den Garten zu bauen und sind auf dem besten Weg – das will sich Ellie mal aus der Nähe angucken.

Stunden später frage ich mal dezent an, ob das Kind nach Hause kommen möchte, die Laternen seien ja schon lange an und wir wollten gerne gemeinsam Abendessen. Kurz danach ist sie hier.

Hanne war zwischenzeitlich mit dem Schlitten unterwegs und hat sich mit ihrer +1 getroffen… und war natürlich nicht die einzige mit dieser Idee.

Weiß

Morgens wecke ich erst Ellie, dann Hanne. Ihr überdachter Balkon ist fast ganz von Schnee bedeckt.

Im Garten liegt allerdings so viel Schnee, dass wir die Tür gar nicht so leicht aufbekommen.

Ist auch noch nicht so wichtig, erstmal müssen die Kinder in ihre Videokonferenzen und wir in unsere. Homeschooling/Homeoffice hat doch seine Vorteile: wir müssen heute nicht überlegen, wie die Kinder in die Schule kommen oder wir zur Arbeit.

Es schneit immer mal wieder. Am Nachmittag bauen Henry und Ella irgendwas.

Hanne hat montags immer lang Unterricht, aber es ist ihr auch gar nicht so schlimm: -13° locken sie kein Stück nach draußen.

Samstagsrunde

Der Wetterbericht sagt für heute heftige Schneestürme voraus und prophezeit für Münster schier unvorstellbare Schneehöhen von 30cm, aber am Vormittag drehe ich mit der weltbesten Fastnachbarin eine vollkommen trockene, coronakonforme Runde durch den Nordpark.

Wir grinsen uns schon an, als wir aufeinander zulaufen. Es tut so gut, ihr Gesicht zu sehen! Ich merke, wie ich das vermisst habe, und noch dazu gibt es viele schöne Neuigkeiten.

Wir biegen gemeinsam in den Seitenweg ab. Die Aa und die Seen sind sehr voll, kein Vergleich zum trockenen Sommer.

Als wir uns vor Mittag voneinander verabschieden, glaube ich nicht daran, dass heute noch Schnee runterkommen wird. Unser Besuch verlässt das Münsterland hoppladihopp, bevor hier das Verkehrchaos ausbricht. Am Abend ist Christoph verabredet und sieht den Schnee als erster. Er schickt ein Bild.

Als ich ins Bett gehe, mache ich noch ein Bild von der Terrasse. In der Nacht soll es weiterschneien, ich bin gespannt.

Christoph fotografiert später seinen Heimweg.

Lichtschalter und Seefahrer

Die Woche war lang und voll und wir sind alle froh über das Wochenende. Die Mädchen vermissen diese Woche Kontakt zu Freunden ganz besonders, vielleicht ist es das trübe Wetter. Einen Vorwurf kann ich ihnen nicht machen.

Heute bekommen wir tatkräftigen Besuch, spielen und bekommen mehr Licht und eine Steckdose im oberen Badezimmer – fantastisch!

Kubismus

Hannes fertiges Kunstprojekt mit Gießkannen.

Am Abend löst Christoph das Exit-Puzzle in der Drachenhöhle.

Ansonsten nicht viel. Schule, Arbeit, 4 heißlaufende Laptops.

Hier und da

Der Vormittag vergeht mit aufstehen, Kaffee von Hand brühen (die Kaffeemaschine hat nach 10 Monaten Homeoffice-Beanspruchung spuckend und gurgelnd den Dienst quittiert), frühstücken und spielen.

Anschließend drehen die, die wollen, eine Runde durch die Stadt. Wir besuchen dabei auch die Lambertikirche, wo ein Organist grade wilde Stücke übt, und den Dom, in dem wir uns die astronomische Uhr genauer angucken.

Christoph und Ellie drehen noch eine Runde mit dem Rad durch die Rieselfelder, während die Sonne langsam untergeht.

Eine Dusche, eine Dusche

Mit Duschwänden und zwei Möglichkeiten, aus denen das Wasser herausprasseln darf.

Ellie hat sich heute mit einer Freundin verabredet, die haben wir kaum gesehen. Vor lauter Freude über den erfolgreich-aktiven Tag gibt’s abends erstmal Hannes selbstgemachte vegane Pizza (aka ohne Käse).

Wochenend-Gefühl

Es ist Samstag, und das bedeutet ausschlafen (yay!) und sich über das Ausschlafen freuen können (doppel-yay!), und lange frühstücken, während alle zu ihren jeweiligen Wohlfühlzeiten in der Küche auftauchen, Kaffee oder Müsli oder Gesellschaft oder alles davon wollen.

Und auch mit dem Exit-Puzzle geht’s mit Hannes Hilfe endlich weiter.