Sonntag

Sonntagsfrühstück, mit physischer Zeitung und Brötchen, weil wir Besuch haben.

Ich nutze den Vormittag, um Liegengebliebenes wegzuarbeiten. Die Mädchen schlafen und pröddeln und lungern. Christoph ist anderweitig produktiv.

Am Nachmittag, wir sind wieder alleine, treffen wir uns nach Lernen und Arbeiten um 16 auf der Couch. Wir sind zum Gucken der Videos der Teilnehmerländer des diesjährigen ESC verabredet: Ausgerüstet mit Stift, Zettel und Wimmelbuch als Unterlage spielen wir jedes Video an und vergeben Punkte, um zu wissen, welches Lied so gut war, dass es wir vertreten können, dieses Jahr kulinarisch für es einzustehen. Immerhin kann der ESC dieses Jahr stattfinden, wenn auch das, was wir daran so mögen, wieder ausfallen muss: Die vielen lieben Menschen, die wir normalerweise dann bei uns willkommen heißen können, die einfallsreich und bereitwillig zum Potluck beitragen (und die ich alle sehr vermisse).

In nächster Zeit werden wir hier Rezepte aus Rumänien (Hanne), Norwegen (Ellie), Malta (ich) und weißnochnicht (Christoph) ergooglen müssen.

Maifeiertag

Ungerecht, dass er auf einen Samstag fällt, finden die Mädchen. Ich finde das auch, einer 4-Tage-Woche kann ich grundsätzlich viel abgewinnen.

Heute fühlt sich alles an wie ein Sonntag, und hier passieren trotzdem Dinge:

Das Fenster und die Balkontür für Hannes Zimmer sind da und warten in der Garage auf ihren Einbau.

Wir bekommen einen 1x1x1m großen Regenauffangbehälter, der über die Garage in den Garten gehievt werden muss, weil er nicht durch die Tür passt. Den Platz dafür hatte Christoph schon vorbereitet.

Wir haben vor, das Regenwasser von der Garage in den Behälter zu leiten; zusätzlich wird das Regenfallrohr angezapft.

Kind2 genießt die Sonne.

Spaziergang: nicht nur in Bonn gibt es Kirschblüten!

Im Gewächshaus geht’s ordentlich voran.

Spielerunde am Abend.

Überall Zeug

Im Homeoffice zu sein bedeutet neben all den Aufs und Abs auch, dass Christoph zwischen zwei Telkos schon mal die erste Lage weiß über die dunkelrote Wand in Ellies Zimmer streicht und, während sie trocknet, den Pinsel fallenlassen und an den Schreibtisch zurückkehren kann.

Am Nachmittag räumen wir auf und um, denn wir bekommen am Wochenende Besuch, für den das Gästebett im Gästezimmer bestenfalls auch ohne Klettertouren erreichbar ist. Wir haben einfach zu viele Sachen.

Der große Kleiderschrank überlebt den nächsten Transport und steht jetzt im Gästezimmer. Mit Zeug drin.

Noch mehr Zeug steht im Zimmer davor. Das muss jetzt erstmal so bleiben. Damit sich niemand was bricht, haben wir immerhin eine Schneise geschlagen.

Das alte-neue Gästezimmer, mit Zeug.

Ellie und ich fahren einkaufen, denn morgen ist ja Feiertag und wir könnten ja verhungern. (Gut, wir kaufen Pizza für den Abend und dringend benötigtes Obst und Gemüse für die nächsten Tage, und Kaffee und Milch und das war dann irgendwie schon wichtig…)

Hanne verabschiedet sich zu ihrer +1 und wir anderen fallen mit müden Füßen auf die Couch. Die Serie für uns 3 ist White Collar. [Wir haben Serien für alle denkbaren Familienkombinationen, zur Zeit so: gucken Christoph und Hanne Blacklist, Hanne und ich The Last Ship, Ella und ich Miss Fisher oder Once Upon a Time, Christoph und Ella Community College, Christoph und ich kürzlich Beforeigners wie alle Menschen in Deutschland, wir alle zusammen Chuck und Flash Forward und ab und an Das groooße Backen mit X-Bein und O-Bein.]

Samstag

Alle schlafen aus, das ist schon mal ein feiner Start .

Ich finde einen alten Wichtelzettel. In der Schule kann man jemand anderem am 6. Dezember eine Nachricht und einen Schokonikolaus zukommen lassen. Wahrscheinlich war der hier von 2020?

Heute haben wir alle irgendwas zu tun, zum Beispiel oben den Zimmertausch voranzutreiben.

Christoph baut Ellies aktuelles Bett auseinander und sucht sich alte/neue Teile zusammen: das neue Bett soll halbhoch werden.

Hanne arbeitet an ihrem 3-Minuten-Video für Englisch: „The Future I Want“.

Anlehnen sollen sie sich an Brittany Trilfords Video. Wie man sieht, geht’s Hanne um equality/fairness und education. Sie arbeitet viel mit dem Frauenatlas, der schon fast Eselsohren hat.

Ella und ich treffen jeweils einen anderen Menschen. Draußen. Dürfen wir das? 2 von uns sind unter 14, 2 nicht. Ich blick nicht mehr durch, aber wir halten penibel Abstand.

Wir großen Menschen lassen die kleineren zurück und gehen eine Stunde am Wasser entlang. Die Sonne kommt raus. Ich bekomme einen Sonnenbrand im Gesicht.

Gar nicht verstehe ich, wenn man da, wo Kinder spielen, so viele Bierflaschenscherben liegen lassen kann.

Als wir wiederkommen, ist das Bett schon ein ganzes Stück weiter.

Ellie und ich buchen kurzerhand einen Termin im Hornbach, um Wandfarbe zu kaufen. Das geht ganz problemlos und im Laden ist sehr wenig los.

Ella sucht sich das Grau aus, das ein My heller ist als Schwarz. Die nette Farbmischfrau und ich gucken uns verstohlen an, aber gewünscht ist gewünscht und im eigenen Zimmer dürfen die Kinder sich genau so ausleben, wonach ihnen ist. [Sie müssen nur beim Streichen und allen anderen Arbeiten helfen.]

Die erste Farbe in diesem Zimmer war Orchidee, die Wand wurde dann wieder weiß (und eine andere dunkelrot) und nun wird sie halt dunkelgrau.

Heute streichen wir noch nicht, aber am Abend steht das Bett provisorisch, und das Mädchen freut sich arg.

Runde durch’s Viertel

Schon schön, da, wo wir wohnen. Unterwegs war Christoph, weil wir Ellas Impfpass nicht mehr finden, die Schule aber die Masernimpf-Kontrolle durchführt.

Vorgestern Rundmail der Schule – gestern erwähnt, dass wir uns darum kümmern müssen – Christoph sagt, dass er das übernimmt – ruft sofort beim Kinderarzt an – holt heute den Impfpass ab. Herzensternchenaugen.

Das große Kind lernt für die Erdkundeklausur.

Ich besuche Babypflanzen im Gewächshaus.

In Vorbereitung zum Zimmertausch zieht der Spieleschrank aus dem aktuellen Gästezimmer in Ellas Zimmer um, das früher mal das Gästezimmer und wiederum davor Hannes Zimmer war.

Hus

Klack, klack, klack, klack, klack. Ratsch. Klack, klack, klack.

Wir haben Hus wiederentdeckt, das haben beide Kinder gerne in der OGS gespielt.

Am Nachmittag gab es ein spontanes Treffen an der renaturierten Aa.

Freitagsschnipsel

Am Morgen, beim Wecken vom großen Mädchen, scheint die Sonne schon kräftig ins Zimmer. Auf dem gelben Sessel sitzt immer noch der geliebte Ronny Mumps (kräftige Grüße nach Köln!).

Nach meiner ersten Videokonferenz finde ich einen analogen Zettel auf dem Küchentisch.

Ich buche uns 4 Schnelltests für den Nachmittag. Die Mädchen sind etwas früher dran als wir Eltern, daher radeln die beiden 10 Minuten vor uns los. Christoph fährt heute Abend zu seinen Eltern zum Holzmachen, und obwohl wir anderen alle in Münster bleiben, machen wir den Test lieber mit.

Kurze Zeit später kommt die email: alle negativ.

Am Abend macht sich Christoph auf den Weg, lässt uns grüne Smoothies da und wir machen es uns auf der Couch gemütlich. Freitagsmüde.

Wollschweber

Ist so puschelig wie wie eine Hummel, steht in der Luft wie eine Schwebfliege und hat interessante Beine: Der Wollschweber.

Hanne und ich sehen ihn heute das erste Mal in unserem Garten.