Zeugnisessen

Heute gibt’s Zeugnisse! Was haben wir diesen Tag herbeigesehnt.

Schon immer zog sich so ein Schuljahr zum Ende hin gefühlt extrasperriglang, aber dieses Mal war es aus Gründen einfach noch viel zehrender für alle. Trotz unserer persönlichen, den Homeschoolingalltag erleichternden Umstände sind wir alle begierig in die Sommerferien zu starten, Anwesenheitspflichten und Arbeitslasten drastisch zu reduzieren und zwischendurch auch mal das zu machen, worauf wir wirklich Lust haben. Mal gar nichts, mal viel davon.

(Unsere mildernden Umstände: Wir haben alle 4 einen eigenen Arbeitsbereich, der sogar in den meisten Fällen mit einer zu schließenden Tür einhergeht. Ich konnte zu Beginn der Pandemie problemlos ein leistungsstärkeres, neues Laptop für mich kaufen, so dass jede:r ein eigenes Endgerät zur Verfügung hatte; anders nicht auszudenken. Die Mädchen waren und sind schon groß, sie können sich selbst beschäftigen, so dass wir Erwachsenen haben fast normal arbeiten können. Sie regeln die Kommunikation mit Lehrer:innen selbst, sind gute Schülerinnen und auch in der Pandemie gut mitgekommen. Und trotzdem, trotzdem, trotzdem.)

Normalerweise gehen wir zum Zeugnisessen ins America Latina, aber das gibt’s nicht mehr. Der neue Laden an selber Stelle öffnet erst um 17h, daher radelten wir heute zum Mocca D’Or, das ist ohnehin immer eine gute Idee und die Mädchen waren da noch nie.

Im Innenhof mussten wir uns erst mit der Luca App registrieren, saßen schön auf Abstand zu den anderen Gästen und es gab Trennwände samt Sichtschutz.

Die Pizza ragt immer noch über den Tellerrand, Christoph bestellt immer noch eine „Lucia“.

Kugelrund rollern wir heim. Die Mädchen räumen ihre Tonnis und Taschen weg und alle machen nichts, und das mit vollster Begeisterung.

Abends trifft sich Hanne auf der Promenade mit Menschen aus der Stufe, um Mitternacht muss sie zu Hause sein.

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