Erst die Arbeit, dann der gute Rest

Der Tag ist voll durchgetaktet, und auch für den Nachmittag haben wir Pläne.

Nach dem Aufheben der Prioritäten habe ich letztes Wochenende im Windhundverfahren für heute, 16 Uhr, für Hanne einen Impftermin im Impfzentrum ergattert. Eigentlich hat sie dienstags bis 15h45 Schule und dann würde es ein bisschen sehr knapp, aber wie so oft fallen die Nachmittagsstunden wieder mal aus, so dass sie schon um halb 2 frei hat.

Ich klappe um 15h30 den Laptop zu und wir machen uns auf den Weg. In der Halle Münsterland ist alles extrem gut durchorganisiert. Zwischen vorne rein und seitlich raus brauchen wir grade mal 30 Minuten, 15 Minuten obligatorischer Wartezeit nach dem Impfen einberechnet. Wir sitzen auf Klappstühlen vor einer Leinwand, auf der lokalpatriotische Clips von „Münster hält zusammen“ laufen, und sind die einzigen, die im Doppelpack da sind (ein Elter, ein Mensch zwischen 16 und 18) und miteinander reden. Über die Schule, Freunde, Ferien, den Gender Gap bei (Gehalts)Verhandlungen und ob das beim Reden mit Lehrer:innen auch passiert.

Das Mädchen freut sich jedenfalls sehr über die Impfung: zu Beginn des neuen Schuljahrs ist Hanne dann so sicher, wie’s aktuell eben geht.

In der Zwischenzeit war Christoph beim Test und dann beim Friseur. Die Haare wird er spenden.

Kaum zuhause machen wir uns gemeinsam wieder auf den kurzen Weg zu den weltbesten Fastnachbarn. Wir gucken uns an, wie die Mannschaft gegen England ausscheidet.

Keine Verlängerung und kein Elfmeterschießen bedeutet auch, dass wir rechtzeitig zum normalen Abendprogramm zuhause sind.

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