Der Mittwoch, der sich wie ein Sonntag anfühlte

So, da hat es uns alle erwischt. Christoph ist die gesamte Woche krankgeschrieben, schläft viel, trinkt literweise Tee und hofft auf eindrucksvolle Bauchmuskeln wegen all seiner Husterei.

Wir anderen schleppten uns durch Montag, Dienstag und den Alltag, wobei es am Montag schon nicht zum Schwimmen ging und sich mein Alltag im Dezember ja immer etwas ruhiger gestaltet als in den Monaten zuvor. Heute morgen habe ich mit einem Blick auf die Mädchen beschlossen, dass sie zu Hause bleiben und erstmal weiterschlafen. Schnupfennasen, Schlappheit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, erhöhte Temperatur allethalben. In ihren Klassen fehlen so viele Kinder, da machen unsere zwei auch keinen Unterschied mehr.

Daher saßen wir nach einer weiteren Runde Schlaf gegen halb 10 alle im Pyjama am Frühstückstisch und fühlten uns wie an einem Sonntag. Zeit, den Wunschzettel und eine kleine Stärkung für das Christkind vorzubereiten, das den Brief am Abend abholen würde.

Und, sehr sonntäglich, auch Zeit für Bastelversuche, wie beispielsweise eine Schale aus Knöpfen.

Den Leim haben wir selbst angerührt. Man nehme

 

150g Mehl

500 ml Wasser

einen Kochtopf und packe ihn auf ein Kochfeld, das das Wasser zum kurzen, kräftigen Aufkochen bringen kann

ein Kind mit kräftigem Rührarm, das durchhält, bis alle Mehlklümpchen glattgerührt sind.

Im Anschluss einen Luftballon auf die gewünschte Schüsselgröße aufpusten, untere Hälfte einpinseln und loskleben.

Immer rundherum.

Wahrscheinlich hätte der Kleister viel stärker aufgetragen werden müssen, richtig matschig-dick,

denn als Hanne den Luftballon nach ausreichender Trockenzeit zum Platzen brachte, fiel das gesamte Knopf-Kunstwerk in sich zusammen. Egal, Kinder sind ja prozessorientiert.

Am späten Nachmittag waren Ellie und ich noch unterwegs und haben just den ersten Schnee des Jahres gesehen: er wurde von der Eislauffläche am Germania Campus zusammengetragen.

Ella hat ein großes Stück für Hanne mitgenommen, wir mussten mit offenem Autofenster nach Hause fahren. So werden wir sicherlich ganz schnell wieder gesund.

 

 

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