Zeugnistag 1

Dieses Jahr bekommt das große Mädchen ihr Zeugnis an seinem letzten Schultag – Dienstag, heute – und das kleine Mädchen an seinem letzten Schultag, übermorgen.

Hanne hat sich in viele Fächern trotz Corona verbessert und sich über ihren sehr guten Schnitt total gefreut. Zur Feier des Tages und zur Verabschiedung aus dem Klassenverband verbringen viele aus der Klasse den sonnigen Nachmittag auf der Promenade, essen ein Eis und sind jung und sorglos und der endlose Sommer liegt vor ihnen allen.

Ich trage derweil den endlosen Kampf mit der Pumpe aus und verliere erneut.

Es ist außerdem deutlich zu heiß. Ellie holt das Planschbecken aus dem Keller. Wir lassen das Auto es aufpumpen, daher müssen wir es übers Garagendach in den Garten hieven.

Eiskaltes Wasser marsch!

Erst war Ellie, später noch Hanne mit den Freundinnen drin.

Sonntag

Am Vormittag kommt der Brunnenmann, dessen Namen ich immer vergesse, nennen wir ihn Erwin. Erwin guckt sich die Sache an und weiß direkt, was gemacht werden muss: entweder ein längeres Wasserrohr oder eine leistungsstärkere Pumpe dran, eventuell reicht aber schon ein Anschluss mit Schelle. Das werden wir als erstes ausprobieren. Immerhin hin wissen wir jetzt, dass das Wasser noch da ist, danke, Erwin.

Am Nachmittag regnet es, das tut allen Blumen gut und niemand muss zum Gießen raus, sondern einfach nur zum Spaß.

Wir spielen mehrmals Monopoly. Die Version mit Bankkarte zieht sich nicht so ewig hin, das ist nett.

Morgen beginnt die vorletzte Schulwoche!

Wieder da

Christoph holt die Mädchen zum Übergabezeitpunkt in der Mitte ab, so fahren die Großeltern und er jeweils ungefähr eine Stunde. Ich arbeite in der Zeit, und als sie wieder zu Hause sind, bin ich grade fertig und klappe die Kiste zu.

Wir verbringen den Rest des Tages im Garten, mähen und schneiden die Kanten, gießen, versuchen erneut den Brunnen an den Start zu bringen, grillen und lungern.

Corontäne 53: Angrillen

Morgens kommt die Sonne nun schon auf die gesamte Terrasse. Im Gegensatz zu uns sind die Rotkehlchen, Eichhörnchen und Meisen fleißig. Überall grünt es herum.

Wir pröddeln am Vormittag intensiv vor uns hin.

Den Nachmittag verbringen wir mit Einkaufen in unterschiedlichen Läden (Christoph & Ellie) und richtig Aufräumen (Hanne & ich). Die beiden Einkäufer bringen Margeriten mit und pflanzen sie sofort ein. Ich soll sie mir für morgen denken, wenn Muttertag ist.

Wir wollen bei dem schönen Wetter zum Abend hin angrillen, aber erst rollen die Mädchen die Puzzlematte aus.

Als die Sonne weitergewandert ist und auf der Terrasse schon wieder Schatten herrscht, grillen wir.

Das fühlt sich schon verdächtig nach Wochenende an.

Corontäne 39: Zimmertausch

Samstag! Es ist mittelwarm und etwas bedeckt, perfekte Voraussetzungen für den Vorgarten, den wir heute ausmisten möchten. Der Ahorn muss gehen, ziemlich viel anderes auch. Danach sähen die Mädchen Blumenmischungen und wässern kräftig durch. Wir werden sehen, ob es etwas wird. Letztes Jahr habe ich mit meinem Sonnenblumenplan keinen großen Erfolg erzielt, daher halte ich mich dieses Jahr beim Pflanzen raus.

Wir essen zu Mittag, dann geht’s nach oben. Das Gästezimmer wird Ellas Schlafzimmer, Das Fernsehzimmer wird Ellas zweites Zimmer, das ehemalige Ella-Zimmer wird das Gäste-/Fernsehzimmer. Logisch soweit.

Als das erste Zimmer leer ist, saugt Ellie den elefantenmittelgrauen Teppich, den Hanne sich beim Einzug ausgesucht hatte.

Wir räumen aus und schleppen und sortieren aus und werfen weg und finden neue Plätze für Dinge und packen alle mit an.

Dann finden wir Schimmel.

Unter der Fußleiste ist keiner, daher hoffen wir mal, wir haben ihn rechtzeitig gefunden und können mit Wärme, Lüften, Leben und Desinfektionsspray dagegen ankämpfen. Das Gästezimmer war praktisch den gesamten Winter kalt und leer. Nach dem Desinfektionsspray wischt Christoph alles ab, wir lüften und fühlen und werden beobachten.

Am Abend sind wir alle platt, aber Ellie ist furchtbar glücklich und freut sich auf’s Schlafengehen, und das ist die Hauptsache. Es gibt Pizza und Veronica Mars, und wir sind uns einig, dass es sich heute nach diesem Tag wirklich nach einem Wochenend-Abend anfühlt.

Corona 37: Holunderblüte

Schon Donnerstag. Der Vormittag vergeht mit Joggen, Lernen für die Mädchen, Kaffee, Arbeit.

Danach sind wir nur noch im Garten, liegen schier endlos in der Sonne unter Ellies Holunerbaum, weil da die Sonne am längsten bleibt. Nach und nach entzwiebeln wir uns, so warm ist es geworden.

Wir reden, verfolgen die torkelnden Hummeln mit den Augen, trinken ein Bier und Bionade und essen schließlich auf der Terrasse gemeinsam zu Abend.

Das fühlt sich ein bisschen an wie Ferien.

Corontäne 30: Baumhaus, VR

Entfesselter Tatendrang und der Wunsch nach einem handfesten Projekt trieben das kleine Mädchen auf ihr Baumhaus.

Fundstück: Ein eingequetschter Flummi, herrlich ekelig.

Ellie hätte gerne mehr Abgrenzung zu allem und uns und Sichtschutz, nach all den Wochen verständlich. Sie überlegt sich, die Wände des Baumhauses dicht zu machen und sucht im Keller geeignete Bretter. Das dauert, und das ist schön.

Sie verbringt den ganzen Nachmittag im Keller oder draußen und pröddelt in der Sonne herum. Am Ende puzzelt Holzvertäfelung vom entholzten Flur zusammen, weil das schneller geht.

Großer helfender Mensch:

Und dann kommt die VR Brille, die der offenbar beste aller Väter bestellt hat, und der Tag endet virtuell. So spaßig!

Corontäne 27: Ostermontag

In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders, daher versteckt das jüngste Kind die Ostereier, die in Hannes Geburtstagpaket von den Großeltern geschickt wurden (danke an dieser Stelle!), und wir anderen durften suchen.

Den hellgrünen Nuss-Osterhasen ereilte ein schlimmes Schicksal: er fiel aus dem Baum und musste daher aus humanen Gründen schnell von seinem Elend erlöst werden.

Corontäne 23: Streichen

Nachdem das Gestern mittelprächtig war, geht es bei uns heute wieder aktiver zu.

Hanne geht joggen, Christoph begleitet Ellie zur Gipskontrolle ins Krankenhaus. Dieses Mal müssen sie einen Mund-Nasenschutz tragen, um das Krankenhaus betreten zu dürfen. Sie bekommen sie an der Rezeption ausgehändigt. Mit dem Gips ist alles in Ordnung. In einer Woche müssen wir zum Abnehmen wiederkommen.

In der Zwischenzeit haben die Kaffeekanne und ich gemeinsam ein bisschen gearbeitet. Den Nachmittag verbringen wir im Garten:

Christoph streicht den Terrassentisch.

Ellie rettet einen Aurorafalter aus dem Gewächshaus. Wir haben dieses Jahr viele von ihnen im Garten.

Wir streichen die Stühle und stellen sie in die Sonne.

Niemand darf drauf Platz nehmen, auch nicht, als sie schon trocken sind… dabei kommen an Tagen wie diesen eigentlich immer, immer 1-14 liebe Freunde vorbei. Hach.

Dafür bekommen wir Corona-Aushalte-Post aus Troisdorf: Die kompletten Staffeln und der Film von Veronica Mars!

Danke, danke!

Und zum Abschluss: der am Abend schattige Arbeitsplatz, mit frisch gestrichenem Tisch.