Staudenbörse

Eine Freundin hat vor kurzem einen Schrebergarten übernommen und mir gestern Abend von der heutigen Staudenbörse am Mühlenhof, Münsters Freilichtmuseum, erzählt. Ich bin kurzerhand mitgeradelt, denn ich wollte schon immer mal auf eine Pflanzenbörse, das Wetter war wunderschön und über die Promenade und am Aasee entlang zu radeln immer eine gute Idee.

Es waren nur wenige Verkäufer da, aber Katrin ist doch fündig geworden und hat an jedem Stand etwas gekauft.

Zuhause angekommen habe ich noch einen großen Salatkopf und Pfefferminze bei ihr abgestaubt und mich mit meiner Beute verabschiedet.

Mangos

Ich liebe reife, saftige, glitschige Mangos. Für mich schmecken sie nach Sonne, nach Urlaub und Strand und einem entspannteren Leben. Leider wachsen Mangos alles andere als regional, und oft genug stehe ich im Supermarkt vor ihnen und bringe es nicht übers Herz sie zu kaufen – diese Mango, die um den halben Erdball geflogen wird, ein reines Luxusgut für mich, aber mein schlechtes Gewissen nicht wert. Die Aktion, über die Schule frische Mangos aus Burkina Faso über einen gemeinnützigen Verein zu bestellen, der die Früchte zu fairen Preisen von den ErzeugerInnen vor Ort bezieht und durch Spenden den Bau von Schulen Burkina Faso ermöglicht, kam wie gerufen.

Heute kam unsere 5-Kilo-Kiste nachhaltiger Mangos in der Schule an.

Hanne hat sie mit mir abgeholt, danach kamen 3 ihrer Freundinnen und gemeinsam mit Christoph und Ellie sind die 6 zum Schwimmen ins Atlantis nach Dorsten gefahren – genau richtig an einem Tag mit solchem Himmel.

Ich habe gearbeitet, eingekauft, das Abendessen für alle vorbereitet – vegetarisch, unverträglich, ich kenne mich mittlerweile gut aus! Zwischendurch hab ich immer mal wieder die prächtigen Mangos angelächelt: ab jetzt gibt es jeden Tag eine.

Erster Mai

Da das Wetter wenn auch nicht schön zu werden, sich aber doch zumindest zu halten verspricht (und ohnehin alle vorsichtshalber Baguettes, Kräuterbutter, Paprika, Salate und Würstchen gekauft hatten), laden wir ab 3 zum entspannten Angrillen ein.

Die Männer und Kinder spielen Kubb und Verstecken, die Sonne kommt raus, wir sitzen zusammen und um 8 Uhr gehen alle heim, denn morgen ist ein ganz normaler Arbeits- und Schultag.

Unterstand

Es regnet ohne Unterlass. Ruhig, gleichmäßig, unaufgeregt, schnurgrade. Das ist gut für den Garten und gut für die Landwirtschaft, wichtig für die Wälder und die Stadtbäume. Das ist nicht soooo schlimm, wenn man mit dem Rad zum Schwimmbad fährt, weil man ja eh nass wird: Hanne und Wiebke sind am Mittag zum Stadtbad Mitte unterwegs.

Das ist allerdings nicht soooo toll, wenn man eine Hütte bauen will. Ella, eigentlich bei Elsa verabredet, bringt diese zum Nachmittag direkt mit, samt Übernachtungssachen, und die beiden lassen sich vom Regen nicht abhalten und gehen in unseren Garten.

Frühjahrssend

Das große Mädchen ist am späten Nachmittag mit einem Drittel ihrer Klasse zum Send verabredet und darf bleiben, bis es dunkel wird. Gemeinsam mit 3 Freundinnen kommt sie danach sehr glücklich und aufgekratzt heim und hat Fotos mitgebracht.

Song Slam

Wenn man einen Abend, an dem Singer-Songwriter erstmals ihre selbst geschriebenen Lieder präsentieren, als Konzert zählt – und warum sollte man das nicht – dann bin ich an diesem Abend schon bei meinem dritten Konzert in diesem Jahr (Nr. 1, Nr. 2).

Und noch ein wenn: Wenn das in diesem Tempo weitergeht, bin ich zufrieden mit meiner Abendplanung, jetzt nur nicht den Schwung verlieren!

Gut war’s nicht, und wir sind schon in der Pause nach Hause geradelt, aber immerhin waren wir mal da.

Dancing Nancies

Am Morgen drückten mich meine 3 Liebsten und wünschten mir einen schönen Konzertabend. Ellie sagte noch, wie sehr sie sich für mich freut. Eventuell war ich die letzten Tage ein kleines bisschen aufgekratzt, aber wenn man bedenkt wie selten die Dave Matthews Band nach Europa kommt und ich das letzte Mal 2001 Tickets hatte, wer kann es mir verübeln? Meine 3 sicher nicht.

Die Arbeit hatte heute ich so gelegt, dass ich schon um 12 Uhr frei hatte und eine halbe Stunde später mit gepackter Tasche und einem Bauch voller kribbelnder Vorfreude bei der weltbesten Fastnachbarin vorfuhr, um sie ins Auto springen zu lassen und gemeinsam nach Düsseldorf zu fahren.

Nach dem Einchecken im Hotel, das in keiner „guten Gegend“, aber 15 entspannte Gehminuten von der Mitsubishi Electric Halle liegt, würde uns eh nicht lange sehen

Das Lifestyle ihr Foten! SWAG

und punktete mit Sambatreppe.

Wir stellten unsere Sachen ab und suchten uns ein freundliches, leckeres griechisches Restaurant, warteten auf den dritten im Bunde und verbrachten den Nachmittag da.

Um 18 Uhr stellten wir uns in die bis dahin noch kurze Reihe, unterhielten uns mit den Menschen um uns herum und freuten uns kollektiv, dass es zwar ganz schön kalt und windig war, aber immerhin nicht regnete. Ab und an schmissen wir Blicke nach hinten, sahen die Menschenmassen und freuten uns über unsere Strategie.

Um 19 Uhr öffneten sich die Türen. Nach Taschen- und Körperkontrolle, Garderobe und Fantshirt-Kauf waren wir angekommen in Reihe 4 im ausverkauften Saal.

Nachdem der obligatorische große Mensch, den ich üblicherweise vor mir stehen habe, um 8 nach 8 auch endlich angekommen war, ging es um 10 nach 8 los – und wie das losging!

Ohne Pause, aber mit Zugabe lieferte die Dave Matthews Band zweieinhalb Stunden lang ein fulminantes, mitreißendes, in jeder Hinsicht bombastisches und unvergessliches Konzert, mit Menschen, die auf der Bühne so viel Spaß hatten wie die 7200 Menschen, die davor standen.

(Dave und Tim 2017 in Köln waren anders, aber beide Konzerte absolut sensationell.)

Parkrunde

mit der liebsten Fastnachbarin in der Mittagszeit. Normalerweise sind wir ungefähr eine Stunde unterwegs, heute haben wir uns notgedrungen wegen der heimkehrenden Kinder nach 2 Stunden in der Sonne voneinander verabschiedet. Vitamin D inklusive.

Couch Concert

Heute Abend war ich mit 2 Freundinnen draußen, unterwegs, an einem ganz normalen Montag. Die Konzertkarten für Kim Janssen und Band in der Pension Schmidt waren ein guter Vorwand, erst gemeinsam essen zu gehen und dann zur Pension rüberzuschlendern, denn wir kannten weder die Lieder noch den Menschen selbst.


Dass man sich, während der da auf der Bühne sich die Seele aus dem Leib singt, gemütlich in Sessel und Sofas schmiegen und Alkohol trinken kann, ist für eine interaktive, lebhafte Atmosphäre nicht grade förderlich: selten habe ich ein so passives Publikum erlebt. Und ich stehe montags als Alleinunterhalter um 8 Uhr früh vor einer Horde Teenager. Aber der Band hat es anscheinend/scheinbar nicht viel ausgemacht – oder sie waren zu höflich, um sich darüber zu ärgern.

Sehr spät saßen wir auf den Leezen und rollerten heim. Bemützt, beschalt, bereit für einen weiteren Abend wie diesen.