YAY YAY YAY YAY

Nach dem Klavierunterricht huschen Ellie und ich rüber zu den liebsten Fastnachbarn. Unfassbar, dass das jüngste Mitglied der Familie heute schon sehr clevere 7 wird! Wir essen Kuchen und trinken Kaffee Fanta und Bier.

Hanne, die heute mal beim Cello-Unterricht geschnuppert hat, kommt nach und alle Menschen unter 18 lungern kreuz und quer auf dem Sofa, bis der Kopf sagt es Zeit wird zu gehen: Immerhin ist morgen Schule. Schade.

Später am Abend kommt der Liebste heim. Er war direkt von der Arbeit zum ersten Elternabend geradelt und bringt viele Informationen zum Unterricht in Klasse 9 mit.

Nintendo

Nach der ersten halben Schulwoche treffen wir uns mit den liebsten Fastnachbarn auf deren Balkon. Ab nächster Woche probiert Ella die OGS aus, bis jetzt kam sie alleine nach Hause geradelt, weil ich mittags zu Hause sein konnte. Soweit läuft alles gut. Neu. Groß. Aufregend, aber gut.

Die (nicht mehr so) Kleinen spielen im Wohnzimmer Super Mario Kart. Wir anderen haben uns viel zu erzählen. Um kurz vor 1 sind wir zu Hause.

Say Love

Ellie macht ein paar Tage Urlaub bei den Großeltern und freut sich unbändig darauf. Christoph fährt sie heute hin, bleibt ein bisschen bei seinen Eltern, guckt Fußball mit seinem Vater und kommt am Abend zurück. Die Postkarte von einem Klassenkameraden, der beim Kennenlerntag ihren Namen gezogen hatte, kommt an. Ich hänge sie an Ellies Spind und schicke ihr ein Bild davon.

Ella hatte ihre Karte schon in Frankreich eingeschmissen. Die Postkarten sollen die Kinder am ersten Schultag mitbringen.

Hanne, Teil einer sich im letzten Schuljahr verfestigten 5er-Mädchengruppe, hat heute 3 von ihnen zum Übernachten eingeladen. (Das fehlende Kind hatte unsensible Eltern, die tatsächlich in der letzten Ferienhälfte Urlaub gebucht hatten.) Ich bin im Wohnzimmer, als ich es klingeln höre. Die 4 stehen im Flur und umarmen sich und lachen und reden wie zwei Wasserfälle. Ich höre ein tiefempfundenes „Ich hab Euch soooooo vermisst!“ von einem der Mädchen, und die volle Zustimmung der anderen.

Sie bringen ihre Übernachtungstaschen nach oben und radeln in die Stadt. Um 10, bitte ich, sollten die 4 wieder hier sein: mittlerweile sind alle über 14, da ist 22 Uhr kein Problem mehr.

So lange dauert es aber gar nicht. Schon kurz nach 8 sind sie wieder hier, bewaffnet mit allem, was man für s’mores braucht, und besetzen bis spät in die Nacht entspannt die Feuerschale.

Mittendrin

Gestern Abend haben Ellie und ich im Wohnzimmer unser 3-Mann-Zelt zum Test aufgebaut, denn sie möchte heute mit ihrer Freundin bei uns im Garten übernachten. Das Zelt, das lange nicht in Gebrauch war, müffelt ein bisschen und ich hätte es gerne schon in den Garten gestellt, aber das Wetter war zu schlecht. Ich bin unsicher, ob es tatsächlich noch dicht ist. Immerhin ist für diese Nacht kein Regen vorhergesagt. Die beiden Mädchen sollten also samt der Matratzen, Bettdecken, Kissen und allem anderen, was sie ins Zelt schleppen wollen, trocken bleiben. Wir tragen das Zelt am morgen auf die Terrasse.

Bevor die beiden ihr Lager bauen können, haben Ella und ihre Freundin aber noch was vor.

Am Vormittag fahren sie mit der Familie der Freundin in den Indoor-Spielplatz Nimmerland und tobt sich 4 Stunden lang aus. Danach bringen sie die Übernachtungstasche zu uns und gehen das erste Mal ganz alleine in die Stadt. Sie wollen bummeln und sich das Stadtfest Münster Mittendrin angucken, vielleicht ein Eis essen und eine gute Zeit haben. Die beiden ziehen um 15 Uhr los. Ellie kennt den Weg gut, und auch sonst vertraue ich den beiden absolut, dass sie den Weg hin und zurück – und natürlich auch in der Stadt selbst – gut finden. Sie kommen kurz vor 19h zurück, wie abgesprochen. Sehr stolz und fertig und hungrig, die beiden Großen!

Dinge zu erledigen

Während das kleine Mädchen den ganzen Tag beim Karate ist und abends ausgepowert, aber glücklich an uns ihre gelernten Schritte und Tritte ausprobiert, haben das große Kind und ich uns für die Stadt verabredet.

Hannes aktueller Lieblingsbeutel: Dr. Shrimp

Hannes erster Termin findet allerdings ohne mich statt: für ihr zweiwöchiges Praktikum in der neunten Klasse hat sie vor einiger Zeit eine eMail an einen nachhaltigen Einzelhandelsladen geschickt, der sie interessiert und hinter dessen Konzept sie steht. Hier soll sie sich heute vorstellen und bekommt sofort die Platzzusagen samt einiger wichtiger Informationen. Dass sie immer erst um 9h anfangen muss, ist ein extra-Bonus. Es ist ein schönes Gefühl für sie, sich darum alleine und mit genügend Zeitpuffer im Falle einer Absage gekümmert zu haben.

Hanne schreibt mir per whatsapp, dass sie schon fertig ist, und kurz danach treffen wir uns in der Stadt.

Erst geht es für sie zum Impfen, dann holen wir meine neue Brille ab. Alles geht sehr schnell, und so schlendern wir noch durch die Stadt auf der Suche nach einigen Kleinigkeiten für den 10. Geburtstag, der nächste Woche ansteht, und gehen, natürlich, zum Mittagessen beim Chinesen.

Wir sind ganz schön stolz, dass wir am zweiten Ferientag so aktiv waren und so viele Dinge von der To-Do-Liste haben abhaken können. Ein bisschen gegenseitig-auf-die-Schulter-klopfen könnte eventuell auch stattgefunden haben.

Später kommt die übliche Mädchengruppe bei uns vorbei, radelt ins Kino und übernachtet auf Matratzen auf Hannes Balkon.

Cosmo

Der Liebste war am Abend mit Freunden beim Bowling (und hat letztendlich seinen Highscore aller Zeiten trotz bester Vorzeichen verspielt).

Tolles Timing

Das Thema „gemeinsam weggehen“ hatten der Liebste und ich schon seit geraumer Zeit als abgehakt angesehen. Die beiden Mädchen lieben es, Couch, Fernbedienung, Kissen und Decken ganz für sich zu haben, dazu noch eine Chipstüte und ein paar Gummibärchen und der perfekte Schwesternabend kann kommen.

Am Wochenende waren wir als Paar gemeinsam zu einem runden Geburtstag eingeladen. Natürlich waren wir 4 uns alle einig: wir Eltern können entspannt zu zweit hingehen und wiederkommen, wann immer wir wollen, während sich die Mädchen einen schönen Fernsehabend machen und im Elternbett schlafen.

Dann, allerdings, wurde das große Mädchen auf ein Konzert samt Übernachtung eingeladen. Prompt stand das kleine Mädchen alleine da. Während wir Eltern noch knobelten, wer hingehen und wer Zuhause bleiben wird, meldeten sich meine Eltern spontan und kamen für eine Nacht vorbei, passten auf Ellie auf und wir anderen 3 konnten losziehen. Danke!

Bilder vom großen Mädchen:

Bilder von mir:

Obstlastig

Es ist Dienstag, und die Woche hat schon so einen Bart. Die Tage vor den Ferien sind voll mit Abschiedsfesten, Vokabeltests, Ausflügen, Arbeiten, Projekten, Präsentationen. Fast jeden Tag kommt das große Mädchen heim, isst schnell was, während sie nebenbei sortiert, was heute erledigt werden muss, und macht sich dann direkt an die Arbeit. Oft bringt sie Freundinnen mit. Wenn ich da bin, reiche ich Obst. Viel, viel Obst bei diesen Temperaturen – Heidelbeeren gehen grade sehr gut, Nektarinen und Pfirsiche und Äpfel sowieso immer. (Bei meinen Mangos war ich sehr geizig.)

Fast alles findet am neuen Terrassentisch statt. Wenn keiner mehr Lust auf Lernen hat und die Köpfe voll sind, kommt üblicherweise grade das kleine Mädchen aus der OGS. Alle spielen zusammen Kubb, turnen auf der Garage herum oder entscheiden sich, im Supermarkt Eis zu holen. Ich mag dieses volle Haus

Der Terrassentisch

Der von den Hausmitbewohnern vor einigen Jahren geerbten Terrassentisch, den sie uns damals über Seile vom Balkon auf unsere Garage runtergelassen hatten, hat schon viele unterschiedliche Gesichter gehabt. Manche waren schön, manche praktisch, manche durchdacht, manche hastig zusammengezimmert, weil wir den Tisch schnell brauchten: im Sommer sieht uns der Terrassentisch mehr als der Küchentisch, und das will was heißen.

Kein Design hielt wirklich lange, doch ab heute soll sich das ändern. Russ hat mit seinem Sohn den Tisch erdbeben-, uv-, wasser-, bombenfest gemacht.

Es wurde gerechnet, lackiert, gesägt und vor allem sehr, sehr viel geschraubt.

Danke! Das ist das stabilste Abschiedsgeschenk, das ich je sah: morgen wird Russ seine Sachen packen und abreisen. … wir saßen lange am Feuer.