Unter der Treppe

Sachen, die sperrig sind oder nicht so wenig gebraucht werden, dass sie in den Keller kommen, aber mehr als dass sie im Vorratsraum an der Küche stehen dürfen, wohnen unter der Treppe.

Der Deckendurchbruch, der die Treppe erst möglich machte und das Erdgeschoss mit dem ersten Stock verband, war 2014 Meilenstein für uns. Hier sieht man nochmal die Anfänge des kleinen Raums unter der Treppe, als die zusätzliche Wand gezogen wurde.

Heute ist der Liebste leider wieder bei der Arbeit, Ellie verabredet und mit einer Freundin in der Stadt, und Hanne und ich räumen unter der Treppe auf.

Fast leer, kurz danach wieder deutlich voller, und das war’s mit Aktivität für heute.

Silvester

Seit Jahren schon haben wir beim letzten Abend des Jahres eine eingespielte Abfolge. Die liebsten Fastnachbarn kommen rüber, die Feuerschale brennt, das Bier ist kalt, das Essen ein Potluck, wir spielen Spiele und quatschen, sitzen in Küche und Wohnzimmer, die Kinder wuseln herum. Wer kommt, der kommt, alle sind sehr herzlich willkommen.

Um Mitternacht gehen wir auf die Straße, haben Wunderkerzen, eine Flasche Sekt und für die Kinder Knallerbsen dabei. In diesem Jahr sieht man nicht mal die Ampel an der Ecke oder das Taxi auf der anderen Straßenseite. Die Sichtweite sinkt auf 20 Meter – wenn überhaupt. Das Feuerwerk vom Domplatz hören wir nur, überhaupt sehen wir heute keine einzige Rakete explodieren. Macht nichts, in unserer Blase sind wir ganz zufrieden.

Allen ein gesundes, zufriedenes, glorreiches 2020!

Von Schäfchenwolken, Verabredungen, Rutschen und Lamas

Der Liebste muss heute zur Arbeit, und ich mache mich auf den Weg und treffe in der Mitte, ungefähr eine Stunde Fahrt für uns beide, die Großeltern zur Ellie-Übergabe. Netterweise machen wir das heute an einem großen Supermarkt, so dass ich die meisten Silvestereinkäufe direkt dort abhaken kann.

Bei tollstem Wetter fahren das kleine Mädchen und ich gemütlich heim nach Münster. Sie macht Musik und ich muss raten, wer singt und wie das Lied heißt. Ich bin eher mies.

Schon gestern hat sie sich für den Nachmittag mit einer Freundin aus der Schulklasse verabredet. Weil sie mit dem Weg unsicher ist, bringe ich sie hin. Danach schnöse ich mit dem großen Mädchen durch ein Möbelgeschäft. Seit wir von Oma und Opa nach Hause gefahren sind, verlässt sie heute das erste Mal wieder das Haus. Beim Anblick der roten Eckcouch aus Breitcord geraten beide in Verzückung und müssen sie anfassen.

Ich suche eine bestimmte Art von Kiste, werde aber nicht fündig. Egal.

Immerhin rutscht Hanne noch zwei Mal. Diese legendäre Möbelhausrutsche kennt in Münster sicher jedes Kind. Solange ihre Hüfte passt, wird sie das weiterhin tun, verkündet sie.

Danach erledigen wir die letzten Silvestereinkäufe und holen anschließend Ellie bei ihrer Freundin ab. Als wir nach Hause kommen, ist Christoph schon da und räumt die Küche auf. Wir machen uns etwas zu essen und ich freue mich, die beiden Mädchen die Köpfe zusammenstecken zu sehen, während sie gemeinsam arbeiten. Danach sieht die Küche wieder fast so schlimm aus wie vorher. Wir ziehen uns ins Wohnzimmer zurück und der Liebste geht zu seiner Verabredung und spielt irgendein langatmiges Lama-Spiel.

Zweiter Stopp

In diesem Jahr wiederholen wir die Route von letztem Jahr: Nach dem Mittagessen brechen wir in bedecktem Grau zu Christophs Eltern auf.

das Wetter ändert sich auf der ganzen Fahrt nicht. Zum Kaffee sind wir da, machen danach eine weitere Bescherung, die Cousine kommt dazu, wir spielen Rummykup im Wintergarten. Ich versage kläglich.

Abends gibt es leckeres Essen, wir gucken gemeinsam einen Film und danach geht’s sehr bald ins Bett: wir sind dekadent faul.

Erster Stopp

Auf unserer diesjährigen Weihnachtsrundfahrt zu den Großeltern geht es erst zu meinen Eltern. Zum Mittag sind wir dort, essen gemütlich miteinander, machen die Bescherung und kümmern uns dann um die Liste der kleinen Arbeiten, bei deren Durchführung meine Eltern Hilfe brauchen.

Alle Handyfragen / Whatsapp-Probleme liegen in den Händen der beiden Mädchen. Sie schreiben Oma einen erklärenden Zettel mit einzelnen Schritten für Whatsapp-Probleme, Update-Anfragen und der QR-Code-Anwendung. Christoph baut einen Sessel auf, ich bringe den Drucker zum Laufen, und zwischendurch gibt es Kaffee, Nachtisch, Eis, Abendbrot, Bier. Die Mädchen gehen irgendwann nach oben, legen sich längs aufs Gästebett und netflixen, wir Großen sitzen lange am Esstisch.

Zauberhafte Weihnachten!

Wir schmücken vormittags den Baum, das machen wir immer gemeinsam am 24. Dezember. Dieses Jahr wollten wir ihn bunt machen, dann aber fiel uns auf, dass wir wenig bunten Baumschmuck haben. So ist der Baum jetzt mittelbunt, aber natürlich trotzdem der schönste, den wir je hatten!

In diesem Jahr, das erste ohne Christkind und Weihnachtsmann, legen wir alle unsere Geschenke darunter, bevor wir uns anziehen und, wie letztes Jahr auch, ins Naturkundemuseum fahren.

Beziehungskisten

Weil es schon den ganzen Tag fieselt, ist in diesem Jahr mehr los, aber nicht zu schlimm. Wir schlendern durch die Gehirn-Ausstellung und vorbei an den Dinosauriern in Richtung „Beziehungskisten“.

Um 3 verlassen wir das Museum, fahren heim und kochen gemeinsam. Da Hanne seit einigen Monaten Vegetariern ist, gibt es ausnahmsweise keinen Braten, sondern Fisch. Dazu natürlich Brokkoli, Christophs Pilzpfanne und zwei kleine Nudelaufläufe: Hackfleisch auf Wunsch von Ellie und Tomate-Mais für alle anderen.

Wir essen in Ruhe, dann werden die Mädchen hibbeliger und wir gehen ins Wohnzimmer. Es gibt eine wunderschöne Bescherung. Wie immer packen wir ein Geschenk nach dem anderen aus und nehmen uns Zeit, alles zu bewundern. Wir Eltern freuen uns vor allem darüber, welche Gedanken sich die Mädchen füreinander gemacht haben.

Danach spielen wir das Monopoly Banking, das Ellie sich gewünscht hatte, und beschließen Heiligabend sehr gemütlich.

Euch allen wünschen wir frohe Weihnachten!

Weihnachtsferienbeginn

Endlich Ferien! Ausschlafen! Einfach vergessen, welcher Wochentag eigentlich ist! Filme und Serien bingen, in unmöglichen Posen auf der Couch liegen und lesen!

Heute müssen wir uns aber doch noch mal präsentabel anziehen, und keiner jammert übermäßig: wir kaufen in der kleinen Gärtnerei um die Ecke einen Tannenbaum. Nach der Diskussion (im Topf / ohne Topf / mit Wurzelballen / ohne Wurzelballen / wohin damit ab Januar / groß / klein / mittel / buschig / mitleiderregend) entscheiden wir uns basisdemokratisch für den, den Hanne hier befühlt.

Hanne und Christoph tragen ihn heim. Während wir Mädchen den Baum im Wohnzimmer aufstellen, nutzt der Liebste das gute (= warme) Wetter, recht das alte Laub im Vorgarten zusammen und fährt es direkt zum Recyclinghof.

Wir räumen auf, denn heute Abend kommen Gäste: Im Mädchenfreundeskreis wichteln und essen wir schon mehrere Jahre gemeinsam vor Weihnachten. Jeder bringt etwas zu essen mit, kleine Absprachen inklusive. Ich versuche mich das erste Mal an einer Lachs-Lauch-Quiche und finde sie ordentlich gelungen. Es ist rumsegal, ob man etwas kauft oder selber macht, je nach Lust, Tagesform und Kapazität. Wir sind alle berufstätig und haben im Dezember sicher noch mehr zu tun als sonst. Alle werden satt und eigentlich geht’s nicht ums Essen, sondern um das Zusammensein. Klingt entspannt? Ist es auch.

leckeres Mitbringsel für die Mädchen uns! Danke, Corinna.

Christoph und Ellie holen sich Quiche ab und ziehen sich ins Wohnzimmer zurück. Sie gucken alte Weihnachtsfilme.

Hanne startet heute ihre eigene Mädchenweihnachtstradtion: sie backt, wichtelt und isst mit ihren Freundinnen.

Auswärts

Ellie ist mit einer Freundin in der Stadt und hilft beim Geschenkeaussuchen. Die beiden haben eine lange Liste für die Freundin abzuarbeiten, aber natürlich trotzdem Zeit für eine Pause bei Frooters in den Arkaden.

Weihnachtsvorbereitungen

Heute haben die Mädchen am Nachmittag Zeit, und Ideen sowieso: sie basteln Geschenke.

2009 hatte Hanne Christoph zum Geburtstag eine Tasse bemalt, die er sehr wertschätzt, oft nutzt, und die mir leider dieses Jahr runtergefallen ist. Glücklicherweise ist nur der Henkel abgebrochen, so dass Hanne die alte Tasse zu einem Kaktus-Topf umfunktionieren kann. Zum Ausgleich bemalt sie ihm eine neue Tasse, über die er sich dann an Weihnachten freuen kann.

Ella macht Origami. Basteln mit Papier mag sie schon seit jeher. Ich backe Kekse und kann so einige Rest-Schokolade aufbrauchen, die keine andere Verwendung finden wird.

Ich war nicht schnell genug mit dem Foto: 2 Kekse wurden schon probegegessen und für gut befunden.