sheer bliss

Hanne wollte im Dunkeln zum Send. Und Riesenrad fahren. Und Zuckerwatte essen. Und am liebsten, oh am liebsten mit Nele. Gestern haben wir all das gemacht, und mehr, und es war ganz großartig. Ihre Augen haben die ganze Zeit gestrahlt, sie hat gestaunt, gelacht, war entzückt, mit Christoph und Nele im Aqualabyrinth, rosa-klebrig vor Zuckerwatte, Trampolinspringen und auf dem Heimweg sehr, sehr müde, aber so glückselig.

U5

Heute Vormittag waren Ella und ich bei der U5.

71cm (also größer als der Durchschnitt), 9100g (also schwerer als der Durchschnitt), motorisch weit vorne (also weiter als der Durchschnitt) und tapfer obendrein – Turnen und Doppelimpfung mit kurzem Quengeln quittiert, dann war’s auch schon wieder gut. Sie ist viel zu neugierig, um sich vom Weinen davon abhalten zu lassen, alles genau anzuschauen.

Hanne schwört, dass Ella heute früh PapaMamaHanneElla gesagt hat. Oft klettert sie morgens zu ihrer kleinen Schwester ins Bett und dann erzählen die 2 sich was. Hannes „ja ja ja ja, Ella“ wird mit „da da da da da“ beantwortet und dann müssen sie giggeln. Ich bin sehr dankbar, dass beide voneinander fasziniert sind.

Und die nächste U musste ich auf Hannes Wunsch in den Nachmittag legen, damit sie mitkommen und sich alles genau anschauen kann.

Und nur um das klarzustellen: Ich mag Durchschnitt. Ich bin ein Fan von Durchschnitt. Durchschnitt ist gut! Aber weder Hanne noch Ella passen in die Kurven, die man allethalben sieht, und das ist völlig in Ordnung so.

schon März

Zurück im Kindergarten hatte Hanne gleich einen aufregenden Tag voller Kinder. Vormittags Schwimmen, Nachmittags Doppelverabredung mit Leni und Paula W., (während ich mich schon mit Nele und Faru auf dem Flugzeugspielplatz verabredet hatte, um das halbwegs gute Wetter auszunutzen). Sie hat alles in vollen Zügen genossen und ist glücklich und mit müden Beinen eingeschlafen.

Später am Abend bin ich schnell noch auf 2 Guinness ins James gehuscht; Peter hatte zum Geburtstag geladen. Immer noch absolut traumhaft für mich, wie schnell man in Münster genau da ist, wo man hinwill.

Zu Hause bin ich eigentlich immer noch in der Einrichtephase. Für Ellas Zimmer fehlt noch so einiges, ich muss es nur mal schaffen, zu Ikea zu fahren (mit einem leeren Auto ohne Kinder & Kindersitze, damit ich auch alle Pakete in den Kofferraum bekomme!). Andere Sachen hingegen kommen nach und nach an.

Hannes Verkleidekiste platzte mittlerweile aus allen Nähten und der Deckel ließ sich nicht mehr schließen. Sie kann sich aber von keinem Stück trennen, denn „sicherlich will Ella damit später spielen“. Daher habe ich ihr eine stabilere und vor allem größere ersteigert und finde, sie macht sich ganz gut : )

so amazing

Hanne, die mir heute morgen am Frühstückstisch zwischen ihren Smacks verraten hat, dass „Spielen mit Opa toll, aber auch sehr anstrengend“ ist, hat einen Ohrwurm. Michael Bublés Haven’t met you yet trällert sie schon seit Stunden, aber leider nur in Auszügen. Mehr als „so amazing“ und „than I get, than I get, than I get“ kann sie eigentlich nicht. Das dafür aber arg ausdauernd.

Dabei sitzt sie total zufrieden & alleine in ihrem Zimmer und ist kreativ. Hat sich aus der Bastelschublade windowcolor rausgeholt und sich vertieft. Auf mein „das machst du aber super!“ kam von ihr ein trockenes „Ja. Hab ich von Oma.“.

Ella ist heute sehr müde, sonst aber gut drauf wie immer. Der 5te Zahn ist durchgebrochen, den 6ten kann man schon erfühlen und Rückwärtsschieben funktioniert schon einigermaßen. Das erfordert viel Energie.

Happy Birthday

Heute stand das Telefon keine 10 Minuten still. Alles Gute zum 65. Geburtstag, Opa B!

Ich finde auch nach 10 Jahren die Tradition, dass sich von morgens bis nachts allerhand unterschiedliche Geburtstagsgäste die Türklinke in die Hand geben, befremdlich. Morgens ab 9h ein Teil der Familie zum Frühstück, das zieht sich dann bis mittags. Zum Kaffee wird getauscht, die Familie macht den Nachbarn und mehr Familie Platz. Abends mischt sich dann so ziemlich alles, was geht. Natürlich gibt’s dann Abendbrot, und einige bleiben bis weit in den Abend hinein.

Sicherlich hat man so mehr Zeit, sich mit den einzelnen Personen zu unterhalten, aber anstrengend ist es natürlich auch. Und, wie gesagt, für mich immer noch seltsam. Ich schmeiße immer alle auf einen Haufen, ob sie nun zusammenpassen oder nicht, und dann müssen sie damit klarkommen. Andererseits habe ich auch nie so eine extreme Gästedichte zu verzeichnen…

Für Hanne heute sicherlich das Highlight (nachdem Opa ja von Gästen in Beschlag genommen wurde und keine Zeit für Playmobil, etc hatte): Mia war da. Die beiden fanden einander eindeutig spannend.

Mein langbeiniges Mädchen. Mein großes langbeiniges Mädchen, Ella hat auch jetzt schon lange Beine. Bei beiden hat die Frauenärztin schon bei mir im Bauch gesagt, dass sie sicher keine kurzen Beine haben. Und bei beiden sind die Hosen 1-2 Kleidergrößen größer als die Oberteile. Das haben sie eindeutig nicht von mir, und ganz sicher auch von keinem aus meiner Seite der Familie ; )

Monday, Monday, so good to me

Heute hat Hanne ihr Geschenk für Opa Berni fertiggebastelt (Ellas Babynahrung-Gläser, Servietten, Pinsel, Leim, Perlen, Draht und sehr, sehr klebrige Hände).

Sie war mit Oma beim Haareschneiden (schulterlang, Zopf weiterhin möglich) , hat den ganzen Nachmittag mit Opa Playmobil und Eisenbahn gespielt und gemalt. Schlittenfahren ist sogar hier nicht wirklich ein Thema, obwohl ich das sehr schade finde. Der Schnee häuft sich teilweise mannshoch neben der Straße. Und ich rede hier von Dirk Nowitzki, nicht Napoleon.

Ella, deren 5ter Zahn bald durchbricht, hat sich heute das erste Mal vom Bauch wieder auf den Rücken gedreht. Sie wird immer so zornig, wenn sie merkt, dass es mit dem Losrobben überhaupt nicht so klappt, wie sie es gerne hätte – vielleicht hilft ihr die ganze Rolle ja erstmal weiter in Sachen Alleine-Fortbewegen. Was auch hier trotz fremdem Bett, fremder Umgebung, fremdem allem außer rosa Giraffe Rafael gut klappt ist das Einschlafen. Sie hat ihr Reisebett bei Christoph und mir im Zimmer stehen und man kann sie, wie zu Hause, ganz sorglos einfach hinlegen. Man merkt ihr richtig an, wie froh und zufrieden sie ist, nach einem langen, anstrengenden Tag ins Bett zu kommen.

Ich hab heute gelesen. Nachmittags. Mehr als 4 Minuten am Stück. Oh, the bliss of having grandparents! :)

Unterwegs

Heute waren Opa B, Hanne, Christoph und ich bei der Ginsburg. Getreu meinem Vorsatz, mehr zu sehen, habe ich das einfach mal initiiert und durchgezogen. Da man vom Parkplatz ein gutes Stück durch den Winterwald laufen muss, der für Kinderwägen nicht wirklich geeignet ist, ist Oma M netterweise mit Ella zu Hause geblieben.

Keine Lust auf Schnee mehr, hatte ich gedacht, aber Münsteraner Matschschnee ist halt doch was anderes als das hier oben.

Eigentlich ist die Ginsburg nur noch eine Ruine und die Plattform wegen des Eises gesperrt, aber das hat nicht gestört. Der Bergfried wurde allerdings erst 1961 gebaut – im Gegensatz zu 1255 natürlich nicht wirklich authentisch mittelalterlich. Die Ruine an sich war ziemlich zugeschneit.

Ist das nicht toll, dass ich nach 10 Jahren endlich mal da oben war?! Ich bin sehr stolz auf uns!

Am Aschermittwoch

ist alles vorbei. Nicht, dass die Tage vorher viel losgewesen sei, aber immerhin haben wir den Rosenmontagszug gesehen (wir 4 + Faru & Nele + Peter). Holländische Wagen haben grundsätzlich kein Motto. Wagenengelchen laufen irgendwo an der Wagenseite herum, nicht vorne, und sind die meisten Zeit mit Essen und Trinken beschäftigt. Hanne war abwechselnd mit Staunen, Schauen, Ohren zuhalten und Anschmusen beschäftigt.

Faru, Peter und ich waren danach im EigelStein. Sion Brauereiausschank. Sehr hübscher Laden, auch wenn sich fast alles im Raucherbereich knubbelte, und vor allem endlich mal (meist) gute (kölsche) Karnevalsmusik! Die kurzen Ausflüge in die 90ger seien dem DJ vergeben, denn ich hab mir Dat Wasser vun Kölle gewünscht und er hat es gefunden. Und gespielt. Für die nächsten Jahre sehe ich, wenn sich der Laden hält, eine echte Zukunft für mich und den Rosenmontag im Münsterland :)

Nele und Hanne hatten mit Christoph und Ella anscheinend Spaß, und Faru hat es geschafft, Nelchen am Dienstag um 7h30 zur Schule abzuholen. Respekt!