Christoph

The Indian Head Wobble

Am zweiten Weihnachtsfeiertag reiste ein großer Teil dessen, was wir an näherer Verwandtschaft haben, an (Oma und Opa und Oma und Opa, mein Bruder und Fi.), um die Mädchen mit weiteren Geschenken zu überhäufen und um uns Tom und seine Frau für eine Nacht auszuleihen. Tom war das letzte Mal bei uns, als Ellie grade auf der Welt war. Fi hat Hanne im zarten Alter von 2 in Spanien gesehen, Ella und Münster aber noch gar nicht.

Leider präsentierte sich Münster eher grau, ungemütlich und mein Bruder fror die ganze Zeit. Fi hat es dagegen tatsächlich geschafft, irgendwo in dem warmen Land, in dem sie nun leben, Winterstiefel aufzuspüren. Respekt!

Den Abend verbrachten wir mit sehr amüsanten Geschichten über das Leben, Arbeiten und Einkaufen in einem arabischen Land, the Indian Head Wobble und Tommy Tiernan. Same same, but different.

Hanne hatte mehr Anlaufschwierigkeiten mit Fi, was zum einen an ihrem Naturell liegt und zum anderen an der Sprachbarriere. Ellie war da unkomplizierter – nicht zuletzt wegen Liv und der vielen Zeit, die wir miteinander verbringen und dabei Englisch reden. Beide Mädchen würde sich freuen, wenn Ihr uns nochmal besuchen kommt und wenn Fi bis dahin mehr Deutsch spricht, fände Hanne das besonders gut, denn „grundsätzlich kann man mit ihr gut spielen“.

Danke für Euren Besuch und die Familienmützen aus Nepal!

Ibb on ice

Statt zu sporteln, haben wir heute Hannes Wunsch entsprochen und sind am Vormittag einmal um die Promenade geradelt. Sie hatte recht, das haben wir lange nicht mehr gemacht aber es bleibt nach der Schule auch kaum noch Zeit dafür, zumal es dann schon bald dunkel wird.

Am Nachmittag haben wir uns mit Nüße, Katrin und Sascha in Ibbenbüren getroffen („Ganz schön weit weg“, fand Hanne, die Autofahren unsäglich langweilig findet). Ella war fest davon überzeugt, dass wir Eis essen gehen, dabei hatten wir uns nur übers Eislaufen unterhalten.

Während wir auf die nächste „Eiszeit“ warteten, damit Christoph mit Hanne erste Eislauferlebnisse sammeln konnte, fuhr Ella Karussel

und wir schauten uns die Innenstadt an.

Dann wurde es dunkel und das Eis frisch präpariert.

Bis die Läufer wieder aufs Eis durften, wurde es später und später. Christoph und ich waren nicht sicher, ob es überhaupt noch klappt. Ob das nicht zu lange dauern würde. Ob es nicht besser wäre nach Hause zu fahren und an einem anderen Tag, in Münster, mit dem Schlittschuhlaufen zu starten. Weil morgen früh Schule ist, weil Ella schon müde war, weil es kalt wurde. Aber wir haben ausgeharrt und Ella noch einen Keks gegeben, denn Hanne hat geduldig in der Stadt, am Karussel und auf das frische Eis gewartet, und das einzige, was sie an diesem Tag wirklich wollte, war Eislaufen. Ich bin mir sicher, sie hätte es verstanden, wenn es nicht geklappt hätte, aber sie wäre bitter enttäuscht gewesen. Wir sind geblieben.

Die erste Runde war schwierig, in der zweiten schnappten sich Christoph und Hanne einen Pylon als Gleithilfe und nach 2 weiteren Versuchen damit ging es schon viel besser. Ein paar Runden später ging es schon ganz gut und ihr Lächeln war stolz und glücklich. Montags erzählen die Schulkinder im Stuhlkreis eine Sache, die sie am Wochenende erlebt haben, und dieses Mal wird es sicherlich das hier sein.

Ella warf beim Zuschauen öfter ein, dass sie jetzt bereit wäre für ein Eis. Erdbeereis. Sie wollte zum Eis laufen. Ich hoffe, die Pommes haben sie ein bisschen über das fehlende Erdbeereis hinweggetröstet.

30 Jahre

Nach dem trockensten November „seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ (wann auch immer das war) zeigte sich der Dezember endlich feucht, grau und usselig. Gummistiefel-, Regenhosen-, Pfützenhopsenzeit. Kinderwagenüberwurfwetter. Ungewöhnlich, dass die Bäume noch so viele Blätter tragen.

Heute feierte eine unserer Erzieherinnen ihr 30jähriges Jubiläum in unserer Kindergruppe und wir haben Ulla mit Kuchen und Geschenken überrascht. Wenn wir den Kindergarten verlassen und im kleinen Töpferladen wird Saxophon gespielt, ist es wirklich spät.

Diese Nacht ist Christoph in Köln auf einer Weihnachtsfeier und Hanne verpackt es um einiges besser als die Male zuvor. Hanne ist, seit sie in der Schule ist, innerlich und äußerlich ganz schön gewachsen. Trotzdem hat sie natürlich bei mir geschlafen.

Der lange Montag

Normalerweise hole ich Ellie immer nach dem Mittagessen ab, aber montags muss sie zur Zeit bis 15h im Kindergarten bleiben. Sie macht das ganz gut, schläft aber auf dem ungefähr 200 Meter langen Weg zu Hannes Schule direkt ein.

Die perfekten Rahmenbedingungen, um mit beiden Mädchen das erste Mal in diesem Jahr die Weihnachtsmärkte anzuschauen, zu riechen und schmecken, Christoph aus dem Büro abzuholen und natürlich Karrussel zu fahren, sobald Ella wieder aufgewacht ist.

Jedes Jahr sucht sich Hanne beim Karrusselfahren diese Bank aus. Nicht den Hund, den Hahn, den Schwan, weder Feuerwehrauto noch Abschleppwagen – es muss die Parkbank sein. Christoph und ich gucken uns mittlerweile nur noch kopfschüttelnd an, wenn sie Platz nimmt.

Ellie saß natürlich in einem kleinen schicken grünen Flitzer.

Nicht traubig: Elternsprechtag und Laternenfest.

An diesem herbstlichen Tag

schlief Ellie nach dem Kindergarten erwartungsgemäß über ihrem Schokobrötchen ein

bis zur Abholzeit der Schule.

In Hannes Hausaufgaben ging es heute um die Deutung von Gefühlen anhand von Gesichtsausdrücken. Ich werde ihrer Lehrerin morgen beichten müssen, dass Hanne nur denkt, es hieße „traubig“, weil ich es immer so niedlich fand und vor Jahren von ihr übernommen habe.

Heute war unser erster Elternsprechtag. Christoph und ich haben gerecht aufgeteilt: er ist für Schultermine zuständig und ich für alles, was mit dem Kindergarten zu tun hat. Hanne macht sich anscheinend gut, fügt sich ein und ist in der Klasse angekommen, fleißig und gewissenhaft und arbeitet strukturiert, ist aber ein bisschen schüchtern.

Am Abend gab es dann erste Laternenfest für Ellie, bei dem zur Abwechslung Hanne mitgehen musste. Hierlang

und hierlang

und dann zurück zum Kindergarten.

und um 19h im Laternenschein nach Hause.