Erster Stopp

Auf unserer diesjährigen Weihnachtsrundfahrt zu den Großeltern geht es erst zu meinen Eltern. Zum Mittag sind wir dort, essen gemütlich miteinander, machen die Bescherung und kümmern uns dann um die Liste der kleinen Arbeiten, bei deren Durchführung meine Eltern Hilfe brauchen.

Alle Handyfragen / Whatsapp-Probleme liegen in den Händen der beiden Mädchen. Sie schreiben Oma einen erklärenden Zettel mit einzelnen Schritten für Whatsapp-Probleme, Update-Anfragen und der QR-Code-Anwendung. Christoph baut einen Sessel auf, ich bringe den Drucker zum Laufen, und zwischendurch gibt es Kaffee, Nachtisch, Eis, Abendbrot, Bier. Die Mädchen gehen irgendwann nach oben, legen sich längs aufs Gästebett und netflixen, wir Großen sitzen lange am Esstisch.

Zauberhafte Weihnachten!

Wir schmücken vormittags den Baum, das machen wir immer gemeinsam am 24. Dezember. Dieses Jahr wollten wir ihn bunt machen, dann aber fiel uns auf, dass wir wenig bunten Baumschmuck haben. So ist der Baum jetzt mittelbunt, aber natürlich trotzdem der schönste, den wir je hatten!

In diesem Jahr, das erste ohne Christkind und Weihnachtsmann, legen wir alle unsere Geschenke darunter, bevor wir uns anziehen und, wie letztes Jahr auch, ins Naturkundemuseum fahren.

Beziehungskisten

Weil es schon den ganzen Tag fieselt, ist in diesem Jahr mehr los, aber nicht zu schlimm. Wir schlendern durch die Gehirn-Ausstellung und vorbei an den Dinosauriern in Richtung „Beziehungskisten“.

Um 3 verlassen wir das Museum, fahren heim und kochen gemeinsam. Da Hanne seit einigen Monaten Vegetariern ist, gibt es ausnahmsweise keinen Braten, sondern Fisch. Dazu natürlich Brokkoli, Christophs Pilzpfanne und zwei kleine Nudelaufläufe: Hackfleisch auf Wunsch von Ellie und Tomate-Mais für alle anderen.

Wir essen in Ruhe, dann werden die Mädchen hibbeliger und wir gehen ins Wohnzimmer. Es gibt eine wunderschöne Bescherung. Wie immer packen wir ein Geschenk nach dem anderen aus und nehmen uns Zeit, alles zu bewundern. Wir Eltern freuen uns vor allem darüber, welche Gedanken sich die Mädchen füreinander gemacht haben.

Danach spielen wir das Monopoly Banking, das Ellie sich gewünscht hatte, und beschließen Heiligabend sehr gemütlich.

Euch allen wünschen wir frohe Weihnachten!

Weihnachtsferienbeginn

Endlich Ferien! Ausschlafen! Einfach vergessen, welcher Wochentag eigentlich ist! Filme und Serien bingen, in unmöglichen Posen auf der Couch liegen und lesen!

Heute müssen wir uns aber doch noch mal präsentabel anziehen, und keiner jammert übermäßig: wir kaufen in der kleinen Gärtnerei um die Ecke einen Tannenbaum. Nach der Diskussion (im Topf / ohne Topf / mit Wurzelballen / ohne Wurzelballen / wohin damit ab Januar / groß / klein / mittel / buschig / mitleiderregend) entscheiden wir uns basisdemokratisch für den, den Hanne hier befühlt.

Hanne und Christoph tragen ihn heim. Während wir Mädchen den Baum im Wohnzimmer aufstellen, nutzt der Liebste das gute (= warme) Wetter, recht das alte Laub im Vorgarten zusammen und fährt es direkt zum Recyclinghof.

Wir räumen auf, denn heute Abend kommen Gäste: Im Mädchenfreundeskreis wichteln und essen wir schon mehrere Jahre gemeinsam vor Weihnachten. Jeder bringt etwas zu essen mit, kleine Absprachen inklusive. Ich versuche mich das erste Mal an einer Lachs-Lauch-Quiche und finde sie ordentlich gelungen. Es ist rumsegal, ob man etwas kauft oder selber macht, je nach Lust, Tagesform und Kapazität. Wir sind alle berufstätig und haben im Dezember sicher noch mehr zu tun als sonst. Alle werden satt und eigentlich geht’s nicht ums Essen, sondern um das Zusammensein. Klingt entspannt? Ist es auch.

leckeres Mitbringsel für die Mädchen uns! Danke, Corinna.

Christoph und Ellie holen sich Quiche ab und ziehen sich ins Wohnzimmer zurück. Sie gucken alte Weihnachtsfilme.

Hanne startet heute ihre eigene Mädchenweihnachtstradtion: sie backt, wichtelt und isst mit ihren Freundinnen.

Saturday Night Life

Christoph bringt Ellie zu ihrer Geburtstagsverabredung in ein Tanzstudio. Als ich sie am Nachmittag wieder abhole, führen die Mädchen auf, was sie gelernt haben.

Am Nachmittag bekomme ich mein Weihnachtsgeschenk!

Mein neuer, großer Schreibtisch ist wundervoll, tausend Dank! Ich liebe ihn sehr!

Kate und Alasdair kommen vorbei, es regnet immer noch, wir radeln in die Kreuzstraße, werden nass, versuchen Kneipenhopping und bleiben schließlich sehr, sehr lange in einer Kneipe um die Ecke. So nett!

Freitag, der dreizehnte

Heute hab ich frei, und das trifft sich gut. Mittags radele ich in die Stadt, besorge ein Geburtstagsgeschenk aus der Kiste beim Mukk für Ellie, die morgen eingeladen ist. Kurze Zeit später stehe ich am Hauptbahnhof und warte auf lieben Wochenend-Besuch aus England.

Wir holen für die beiden 2 Räder an der Radstation direkt vor dem Hauptbahnhof ab. Weil Weihnachtsmarkt und die Stadt von Touristen überlaufen ist, hat Alasdair die Räder vorher schon im Internet reserviert. Leider regnet es den ganzen Tag immer wieder.

Nach einer Runde durch die Stadt und den ersten beiden Glühweinen auf dem Markt im Rathausinnenhof richten sich die beiden in ihrer Wochenend-Wohnung ein. Ich fahre direkt weiter zur Kirche, weil heute beide Mädchen beim Adventskonzert ihrer Schule auftreten. (Vor 3 Jahren war das auch schon so schön.) Russ und Melanie sind auch gekommen, die Kirche ist vollgepackt und überall sieht man freudige Gesichter und nette Bekannte. Ellie beginnt als eine der Fünftklässler, Hanne ist gegen Ende des Konzerts dran. Seit dem Sommer ist sie in der Acapella-AG, die ihr viel Spaß macht.

Es ist ein schönes, unterhaltsames Konzert. Danach radeln Christoph und Ellie freitagsmüde heim, Hanne übernachtet bei Emma und ich treffe mich mit Alasdair und Kate zu Bier und Abendessen in, wenn ich denn eine habe, meiner Stammkneipe.

Mehr Schneeflocken

Es reicht uns immer noch nicht. Dieses Jahr backen wir kaum Plätzchen, und wenn überhaupt schnell, nebenbei, und meistens am späten Nachmittag, wenn es dunkel geworden ist, langsam alle nach Hause kommen und ein bisschen Zeit vor dem Abendessen bleibt. Stattdessen dekorieren wir die Terrassentür mit großen und kleinen Schneeflocken. Hanne ist furchtbar untalentiert und daher für die Anordnung und Befestigung der Sterne abgestellt.

Zwischen Arbeit, Tests, Verabredungen, Weihnachstsfeiern ist heute ist der einzige Tag in dieser Woche, in der wir alle Zeit haben, uns abends mit Russ zum Schneeflockenbasteln zusammenzusetzen.

Projekt und Grünkohl

Der Liebste holt erst Ellie aus der Schule ab. Sie hatte eine kurze, aber schöne Nacht, legt sich auf die Couch in meinem Arbeitszimmer und schläft direkt ein. Während ich am Rechner sitze, verschwindet mein Mann im Keller. Mein Weihnachtsgeschenk ist in der Mache: ein richtig großer Schreibtisch, natürlich DIY. Ellas ehemaliger Schreibtisch ist der Unterbau, die Reste von Hannes Boden die Tischplatte.

Ich freu mich sehr darauf, das wird glorreich!

Am Nachmittag, als das große Kind wach und unten und da kleine Kind wach und nicht mehr matschig ist, machen wir uns mit unserem Freund Russ auf den Weg zu den liebsten Fastnachbarn, die aus Gründen zum Grünkohlessen eingeladen hatten. Vielen Dank dafür!

Erster Advent

Wenn man am ersten Advent selbst den Adventskranz soweit bestückt hat, dass vier Kerzen darauf stehen und angezündet werden können, ist man doch noch gut in der Zeit.

Ellie darf die erste Kerze anmachen.

Mittags machen wir uns alle gemeinsam auf den Weg zu Hannes Tanzaufführung am GermaniaCampus.

Gemeinsam mit gefühlt 4.000 anderen Omas, Opas, Vätern, Müttern, Tanten, Onkeln und Geschwistern schwitzen wir in unseren Winterjacken. Aber das große Mädchen hat so sichtbar so viel Freude, dass wir 3 froh sind, sie beim Auftritt gesehen zu haben.

Danach verabschieden wir uns. Das große Mädchen bleibt und guckt sich weitere Aufführungen an, das kleine Mädchen ist auf einen Geburtstag eingeladen.

Wir stehen uns die Beine in den Bauch und überlegen, ob wir uns in der Zeit vertan haben, da niemand sonst angeradelt oder angefahren kommt. Natürlich fotografiere ich sonst alles, weil Zettel die Angewohnheit haben schnell zu verschwinden, nur diese eine Einladung nicht. Der Liebste radelt heim um auf die Einladung zu gucken und meldet: weitere 20 Minuten müssen wir noch warten, aber das ist machbar.

Nachdem die anderen Gäste auch langsam eintrudeln, verabschiede ich mich von Ellie und radele zu einem kinderlosen, entspannten Nachmittag nach Hause.

Punktlandung

(Einigermaßen) Gut in der Zeit liegen der Liebste und ich, als wir 20 Minuten vor Mitternacht die diesjährigen Adventskalender der Mädchen fertigstellen. Vor 2 Jahren hat Christoph die Gestelle mit seinem Vater angefertigt. Wir alle lieben das festlichte Licht, das die Kalender in die Küche bringen.

Wie immer ist es egal, wer sich welche Seite aussucht. Es ist das gleiche drin, nur an unterschiedlichen Tagen. Nur das Buch, das sie am 1. Dezember öffnen dürfen, ist natürlich abgestimmt.

Warnwesten und Kekse

Ellie verabredet sich nach der Schule mit zu einer Freundin. Als ich sie um 6 abholen radele, ist es schon stockdunkel.

Noch kommt sie nicht alleine nach Hause, obwohl das sicher nicht mehr lange dauert. Viele, die wie wir mit dem Rad unterwegs sind, haben jetzt eine Warnweste an – die Stadt verteilt sie jedes Jahr im Herbst kostenlos. Dadurch werden Jahr um Jahr mehr Menschen mit Westen ausgestattet.

Christoph und ich tragen sie im Dunkeln…. er öfter als ich. Bis jetzt war ich nicht sehr gewissenhaft, möchte das aber dieses Jahr ändern. Bei den Mädchen ist das schwieriger, daher habe ich ihnen schon im letzten Jahr warnwestengelbe, reflektierende Regenschutze für ihre Schulranzen gekauft. Da beide ihre Taschen auf dem Gepäckträger transportieren, sind sie gut sichtbar und es gibt kein Gejammer darüber, dass man damit vielleicht uncool aussieht.

Während ich Ellie abholen radele, bereitet Hanne den Teig für die ersten Ausstechkekse vor. Den Rest des Abend stechen wir aus, singen mit dem Radio um die Wette und die Bleche im Ofen rotieren.

Der Liebste kommt heim, wir essen zu Abend und zum Nachtisch gibt es die ersten Kekse.