Gruppe A

Nichts hätte deutlicher gemacht, dass sie totaaaaal aufgeregt ist, als dass Hanne ihre Schulsachen gestern schon gepackt hatte. Früher, vor vielen, vielen Monden, als es normal war in die Schule zu gehen, passierte das zwischen 7:22 und 7:27, bevor sie um 7:30 das Haus verließ.

Heute ist also das große Kind als Mitglied von Gruppe A dran: Sie darf in die Schule und hat direkt einen langen Tag bis halb 4. Ich schmiere das erste Mal seit gefühlt ewig ein Pausenbrot. Die Dose hatte ich dafür gestern schon gesucht und bereitgelegt, offenbar angesteckt vom frühzeitigen Schulranzenpacken.

Immerhin ist es morgens beim Losradeln deutlich hell.

Ich bringe raus und winke.

Ella ist kurz danach wach, und hat heute … tja, Langeweile. Keine Videokonferenzen, keine vorgegebene Struktur aus der Schule, dafür aber 2 Eltern, die voll arbeiten. Meisten hängen wir beide gleichzeitig in Telefon- oder Videokonferenzen, während der sie uns nicht stören will. Und natürlich gibt’s jetzt wieder Arbeitsblätter zum Ausdrucken, Ausfüllen, Abfotografieren und Hochladen.

Ich kann ihre Demotivation verstehen und mache ihr keinen Vorwurf. Sie hält sich gut, dafür, wie ihr Leben im vergangenen Jahr komplett anders läuft als in der Vorteenagerzeit normalerweise. Die Kinder müssen doch denken, dass wir Erwachsenen nichts auf die Reihe kriegen: Lockdowns, dritte Welle, Tests, Impfen?

Die Anpassung an den Wechselunterricht wird hier jedenfalls wieder ein bisschen dauern. Ich denke 2 Wochen – dann sind ja auch schon Osterferien.

Hanne, Brillenträgerin, schwört auf diese FFP2-Brillenträger-Masken, bereitgestellt von einer Freundin mit Eltern aus dem Medizinsektor

Hanne kommt gutgelaunt nach Hause und hat beim Abendessen viel zu berichten.

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