Der Weg der Jahresbäume

Ellies Biohausaufgabe verlangt das Anlegen eines Herbars, in ihrem Fall genauer gesagt das Finden, Pressen, Katalogisieren und Beschriften 18 verschiedener Laubbaumblätter. Der einfachste (man lese: einzig mögliche) Weg für sie und mich zu wissen, welchen Baum wir vor uns haben, ist, wenn jemand ein Schild davorstellt.

Glücklicherweise hat jemand genau das gemacht! Schon seit 1989 wird am Mühlenhof jeweils im April der „Baum des Jahres“ gepflanzt. Unter diesen Voraussetzungen erkläre ich mich gerne bereit zu helfen.

Ellie und ich sind also am Nachmittag an der Sentruper Höhe unterwegs, ausgerüstet mit Stift (den wir bei Baum 12 verlieren), Zetteln und einem alten Schinken namens „Illustrierte Deutsche Geschichte“.

Wir suchen also, und das ist kein Witz:

Birke, Bergahorn, Erle, Esche, Spitzahorn, Hainbuche, Linde, Pappel, Platane, Rotbuche, Rosskastanie, Stieleiche, Traubeneiche und irgendeine Art von Weide sowie „3 weitere Bäume, deren Blätter du in deinem Herbar sammelst“. Bis auf 4 Arten finden wir alles.

Haben wir geschummelt? Wenn ja: mir egal. Diese Hausaufgabe dauert ja sonst Jahre! Zuhause sortiert, beschriftet und verteilt Ellie die Blätter sorgfältig in Hannes alter Blütenpresse.

In der „geheimen whatsapp-Klassengruppe“ werden Baum-Standorte gehandelt wie heiße Ware. Die Gruppe heißt so, da die Kinder keine offizielle whatsapp-Klassengruppe haben dürfen – einige Eltern hatten sich beim letzten Elternabend für ein Verbot einer solchen Gruppe ausgesprochen. (Als würde das etwas nutzen? Hallo?)

Christoph hat in der Zwischenzeit die Kelleraußentreppe geweißt. Die Ritterburgzinnen hat er gleich mitgestrichen.

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