Frauenstraße

Nur der Liebste und ich müssen heute zur Arbeit; die Schulbehörde hat vorsichtshalber den Unterricht abgesagt. Zum Mittagessen radele ich mit den Mädchen in die Stadt. Wir werden Christoph in seiner Mittagspause treffen, gemeinsam Vietnamesisch essen, einen Sehtest für Hanne machen, brauchen noch ein Geschenk für einen Geburtstag auf den Ellie am Samstag eingeladen ist, und es tut den Mädchen gut aus dem Haus zu kommen.

In der Stadt ist so gut wie nichts los, sogar im Mukk, wo die Mädchen rutschen, während ich durch die Schreibwarenabteilung schlendere. Weil wir an der Kasse nicht anstehen müssen, sind wir flott wieder raus und gehen zum Optiker, der ein verwirrendes Gespräch über Stürze auf den Kopf, Osteopathenbesuche, Schmetterlingsknochen im Schädel und schiefen Köpfen anfängt und uns wegschickt. Neue Gläser lohnen sich nicht, dafür ist die Verschlechterung zu gering.

So sind wir schnell wieder raus, schütteln das seltsame und beunruhigende Gespräch ab und machen uns auf den Weg zum Vietnamesen. Auf dem Domplatz ist es so windig, dass wir absteigen und schieben müssen, um nicht seitwärts von Sabine von der Leeze gepustet zu werden.

Wir sind wenige Minuten vor Christoph da, besetzen einen Tisch, suchen uns ein Mittagstischessen aus und die Mädchen überlegen, ob sie mit Stäbchen essen wollen.

Letztendlich ist es beiden zu scharf, daher essen sie nur Süßkartoffelpommes. In einer Regenschauerpause radelt der Liebste zurück ins Büro, und wir nach Hause.

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