Frankreich 1

Nach den Tagen bei meinen Eltern fahren wir heute sehr früh weiter. In diesem Jahr haben wir uns für Frankreich entschieden. Hanne möchte gerne ein neues Land auf ihrer Europakarte freikratzen, Christoph und mich spricht der Atlantik an – und Ella war das Land egal, aber bitte Meer und Sandstrand. Wir werden, wie letztes Jahr im Sommer, wieder unterschiedliche Stationen ansteuern. Als erstes geht es in den Westen der Bretagne, ziemlich genau zwischen Quimper und Brest.

Das Auto haben wir gestern schon gepackt, heute müssen nur noch Kulturbeutel, Schlafsachen, Kuscheltiere, belegte Brötchen, Gummibärchen, frisch gefüllte Kaffeebecher, Wolldecken und wir 4 rein. Um 3:30 klingelt der Wecker. Meine Mutter steht mit auf, um uns zu verabschieden.

Als wir um 4:15h losfahren, sagt das Navi: 1007 Kilometer bis zum Ziel. Um 5 fahren wir über die Grenze nach Belgien und es wird langsam hell. Noch sind wir fast alleine auf der Autobahn.

Um 6h sind wir in Frankreich. Dass man einfach so über die Grenzen fahren kann, finde ich so europäisch schön.

Ab jetzt geht es immer weiter in den Westen, quer durch Frankreich. Die Mädchen lesen und dösen und hören Musik. Die Erwachsenen versuchen einen guten Radiosender zu finden. Nach 4 Stunden Fahrt wechseln wir und ich fahre. Bis dahin haben wir uns an die Mautstellen gewöhnt und fühlen uns schon wie alte Hasen.

Wir haben die nördliche Route gewählt, um nicht durch die Ringe um Paris zu müssen, und fahren bei LeHavre über die Seine. Das Überqueren der Schrägseilbrücke kostet 5,20€.

Auf dem Weg durch Normandie und Bretagne hören wir viel schlechte Musik und sehen rechts und links Landwirtschaft. Der Liebste entdeckt seine Begeisterung für Strohballen, die wie Streusel auf einem Donut aussehen.

Je weiter wir nach Westen kommen, desto grauer wird der Himmel, desto windiger wird es. Der Wetterbericht verspricht aber, dass es die kommenden Tage trocken sein wird. Noch 2x machen wir einen Fahrerwechsel, und um 15h15 sind wir am Haus. Die Gastgeber erwarten uns schon, zeigen uns alles und verabschieden sich dann. Wir packen aus, kochen etwas und wagen dann den Weg zum Meer, obwohl es stürmisch und grau ist. Nach dem ganzen Tag im Auto tut die Bewegung so gut.

Hanne hat die Schuhe aus, sobald sie Sand unter sich spürt. Ella braucht anderthalb Minuten länger, dann kann auch sie nicht widerstehen. Die Mädchen flitzen über den Strand und toben sich aus. Es ist herrlich hier; menschenleer und weit.

Wir gehen zurück, als der Regenschauer kommt, werden sehr nass, ziehen uns im Haus um und gehen nach dem frühen Morgen sehr bald ins Bett.

One thought on “Frankreich 1

  1. […] zu Ellies Kummer starten wir nicht wie in den Sommerferien um 4h morgens, sondern erst um halb 6. Das Wetter macht einen auf Herbst. Wir kommen gut […]

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