Salzburger Land 5

18. Juli 2018 1 Von Silke

Für heute hatten wir uns ein fortschrittliches Programm vorgenommen. Am späten Vormittag brachen wir zum Parkplatz Bodenhaus am Ende des Rauriser Tals auf, um die Mitterastenalm zu erwandern… nein, erklettern, wie sich herausstellte.

Was anfangs nach netten Forstwegen aussah und als „mittelschwere“ Wanderroute mit der Wegangabe „1,5 Stunden bis zur Alm“ passabel klang, veränderte sich im Laufe des Weges ganz gehörig.

Da das Wetter anfangs nicht vertrauenswürdig aussah, überlegten wir, ob wir den Aufstieg wirklich wagen sollten. Wir entschieden uns dafür, erstmal ein Stück weiterzulaufen.

Kurz danach kam die Sonne raus und blieb größtenteils.

Im Wald war unser erstes Ziel der kleine Waldsee auf ungefähr einem Drittel der Strecke zur Alm. Hier würden wir gemeinsam entscheiden, ob wir weitergehen, uns teilen oder gemeinsam zurück zum Parkplatz gehen würden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Oma schon zurücklassen müssen, da die Wege zwar gut erkennbar, aber doch tückisch waren. Opa ging mit zum Waldsee.

 

Nach kurzer Pause am kalten, klaren Waldsee entschied Opa, wieder zurück zu Oma und Parkplatz zu gehen und in der Hütte dort zu Mittag zu essen.

Wir 4 wagten den Aufstieg, allen voran Ella. Von hier aus sollten es ja nur noch 45 Minuten dauern.

Wunderschön war es, aber so un-fass-bar anstrengend. Knapp 600 Höhenmeter auf 2 Kilometer Strecke. Da ich wusste, dass ich das schwächste Glied in der Kette bin, habe ich die anderen problemlos ziehen lassen und immer wieder einen Blick auf sie erhascht, wie sie mehrere Serpentinenschleifen über mir durch den Wald kletterten. Irgendwann sah ich sie gar nicht mehr, da war nur noch Stille und dieser unglaubliche Wald, die Aussicht und der Weg, den es irgendwie zu bezwingen galt.

Drei Mal querten wir den Forstweg, dreimal meinten wir, wir wären jetzt sicher gleich da. Am Ende brauchten wir für den gesamten Weg vom Parkplatz inklusive zahlreicher kleiner Pausen 2einhalb Stunden.

Nach einer halben Stunde Pause ging es einigermaßen flott zurück, je nachdem wie der Weg es zuließ. Für den Rückweg brauchten wir grade mal eine Stunde; und Ella vorneweg.

Bei Rückweg hab ich manches Mal gedacht: nie im Leben bist du hier hochgekommen! Bin ich aber; was blieb mir auch übrig, außerdem wollte ich es einfach schaffen.

Ob Ella überhaupt ins Schwitzen geraten ist? Sie sagt nein, und sah auch nicht danach aus. (Wir anderen drei aber schon.)