Kattegat 12

Am späten Vormittag fuhren Christoph und ich nach Aarhus, Dänemarks zweitgrößter Stadt und Europas Kulturhauptstadt 2017, denn wenn wir Zeit haben, gehen wir neben Städtebummeln sehr gerne ins Museum. Vor 6 Jahren haben wir einen Städtetrip nach Kopenhagen gemacht und die Mädchen bei den Großeltern gelassen. Auch heute sind wir ohne Kinder unterwegs,  obwohl wir im Gegensatz zu Kopenhagen abends wieder zurückfahren würden. Es wäre also kein Problem gewesen, die beiden mitzunehmen und im ARoS, dem Kunstmuseum, hätten sich beide vermutlich gut unterhalten gefühlt, vor allem Hanne. Städtetrips mit den Mädchen erscheinen uns mittlerweile nicht mehr als „Qual“ (für beide Seiten), sondern als Chance auf ein Mehrsehen. Wir werden das in Zukunft also wohl austesten. Die ersten Ideen dazu setzen sich schon in unseren Köpfen fest.

Nach Aarhus aber fuhren wir heute, wie gesagt, alleine, und ließen die Mädchen wieder bei den Großeltern.

Neben dem Kunstmuseum ARoS stand der Gebäudekomplex Isbjerget auf meinem Zettel. Geographisch dazwischen lagen praktischerweise das alte Lateinerviertel (Kwartier Latäng!?), der Aarhuser Dom, das Rathaus, unzählige Gässchen und viele Radfahrer (als Münsteraner fühlte man sich glatt heimisch). Dazu gibt es eine Fußgängerzone, die zwar auch großen Ketten bietet, aber daneben auch, vor allem wenn man sich rechts und links der Hauptverkehrsader aufhält, viele kleine, persönliche Läden, Cafés und Restaurants.

Dank Navi fanden wir einen zentralen Parkplatz am Bahnhof und steuerten das ARoS an.

Neben der Musikschule

ist das ARoS: der große Regenbogenreifen von Olafur Eliasson ist unverkennbar.

Aber auch innen hat das ARoS so viel zu bieten. Im offenen Treppenhaus hängt beispielsweise so ein Ding. Es ist bunt und plüschig, glitzert, hat Tentakel, Beine, Schlingen, Fühler und geschwungene Ausbuchtungen. Von jeder Etage sieht man ein anderes Stück, von der obersten Ebene dann erst die ganzen Ausmaße.

Wir fingen mit der Ausstellung ganz unten an: 9 Räume.

 

Bis hierhin war das ARoS schon beeindruckend. Wir hätten problemlos den ganzen Tag in den Ausstellungen verbringen können und nicht nur 3 Stunden. Aber dann kam ja noch, ganz oben, der Regenbogen.

Großartig, vor allem an einem sonnigen Tag. Aarhus hat sich freundlich unter uns ausgebreitet.

Tschüss, ARoS!

Wir schlenderten zum Domplatz und machten Pause.

    

Und von dort durch die hübsche Radstraße Mejlgade zum Hafen.

Der Weg zum Isbjerget führt am Salling Tower vorbei. Fußgänger, Radfahrer und Autos haben ihren eigenen, klar definierten Bereich, immer am Wasser entlang. Hier legen auch die Fähren ab.

Und ganz hinten am Wasser….

Am Wasser haben wir Pause gemacht, ein Wasserflugzeug, Segelboote, Motorboote, Badende, Sonnende, Skater, Jogger, Radler, Familien, Paare, Nordic Walker, Angler und Rentner an uns vorbeiziehen sehen. Aarhus ist sauber und hübsch, etwas kleiner als Münster, voller Fahrräder und grüner Ideen und hat den Liebsten und mich voll überzeugt.

Die Mädchen haben sich heute das erste und einzige Mal in diesem Urlaub in die Ostsee getraut.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.