Acht

Gestern Abend haben Deine Schwester und ich Deinen Frühstückstisch gedeckt, Luftballons und Girlanden aufgehangen, die Geschenke auf dem Geschenkehocker gestapelt. Den Kuchen hast Du schon mit Oma gebacken und mitgebracht. Du musst, wie immer, oben warten, bis wir alle bereit sind, die Kerzen angezündet haben und Du in die Küche kommen darfst.

Opa hat schon frische Brötchen gekauft. Während wir frühstücken, guckst Du gar nicht so richtig zu den Geschenken hin, weil Du die Vorfreude Du noch etwas auskosten willst.

Mit 8 Jahren bist Du 1,34 cm hoch, kommst nach den Ferien in die dritte Klasse und hast gute Freunde gefunden. Du bist nervös, wenn Du Dir vorstellst, dass es ab der dritten Klasse Noten gibt, dabei brauchst Du Dir überhaupt keine Sorgen zu machen. Du bist clever und wissbegierig. Du hinterfragst und diskutierst, manchmal bist Du dramatisch und stur, aber nie unfair. Du bist empathisch, gibst gerne ab und machst Geschenke. Du magst Taschengeld und die Farbe Rot und hast viel „Babykram“ wie die Spielküche aus Deinem Zimmer verbannt. Manchmal bist Du über die Maßen ordentlich, an anderen Tagen sieht es aus, als wäre in Deinem Schrank eine Bombe explodiert. Du gehst alleine zum Einkaufen oder auf den Spielplatz. Du weißt, was Du willst. Du telefonierst mit Oma und Opa. Du brauchst morgens etwas zu essen, um in die Gänge zu kommen und fährst lieber mit dem Tonni auf dem Rücken auf dem größeren Rad als auf das kleinere Rad zurückzustufen, das einen Fahrradkorb hat.  Wir könnten Dich nicht lieber haben, Ellie, Du bist genau richtig. Danke, dass wir Dich begleiten dürfen.

Am Abend verabschieden sich Oma und Opa zurück in Richtung Süden und Du schläfst heute Nacht mit Papa im Zelt auf dem Balkon.

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