Ein anderer Song Contest

Dass wir jedes Jahr – auch in den allergrößten Renovierungswirren – mit vielen lieben Freunden und noch viel mehr Essen, Trinken, Quatschen den Eurovision Song Contest feiern, ist ja hinlänglich bekannt,

aber das ist nicht der einzige Musikwettbewerb in unserem Familienleben. Als Gesamtfamilienabendprogramm gucken wir regelmäßig das jährlich wiederkehrende Programmformat Dein Song auf Kika, in dem junge Songschreiber einer Jury aus mehr oder weniger bekannten Musikmachern ihre Werke präsentieren dürfen – egal, aus welcher Musikrichtung, egal auf welcher Sprache. Die besten 13 fahren in ein „Komponistencamp“ um mit professioneller Hilfe an ihren Liedern weiterzuarbeiten, den 10 Finalist*innen wird für das große Abschlusskonzert ein prominenter Pate an die Seite gestellt und die Zuschauer entscheiden per Telefonvoting, wer gewinnt.

Es ist zwar nie derjenige, von dem wir es uns dachten, aber die Lieder sind jedes Mal wieder Ohrwürmer. Der erste von uns trällert einen Vers morgens im Bad oder summt den Refrain beim Broteschmieren, die anderen stimmen mit ein. Sobald Spotify das Album im Programm hat, hören wir es mehrere Tage exzessiv in der Küche und die Lieder werden auf Ellas Wecker gepackt.(Im Gegensatz zum Pen Pineapple Apple Pen -Song, der (leider) auch das Zeug dazu hat, sich tagelang im Gehirn festzubeißen.)

Heute war Hanne bei ihrem ersten Konzert, ganz harmlos: ein Schulwettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik unter dem Motto „alle für eine Welt, eine Welt für alle.“ Schon am Vormittag hatte sie Security und Absperrungen gesehen und fand alles ganz furchtbar spannend. Adel Tawil würde da sein, und Jaime Lee, die 2016, fast schon einer deutschen Tradition folgend, beim ESC letzte wurde.

Um halb 5 zog Hanne voller Vorfreude und mit Wiebke los. Das eigentliche Konzert fing zwar erst um 19h an, aber ab 17h gab es Spiele und Mitmach-Dinge, die die beiden auch mitnehmen wollten.

Lange hatten Christoph und ich überlegt, ob Hanne spät abends mit dem Fahrrad nach Hause kommen sollte. Der Weg war nicht das Problem, den fährt sie ja ohnehin mindestens 2x am Tag, aber die Uhrzeit machte uns zu schaffen – darf / kann man ein 11jähriges Mädchen um halb 10 abends mit dem Rad alleine nach Hause fahren lassen? Noch bevor wir zu einer klaren Entscheidung kamen, löste sich alles in Wohlgefallen: Die Mädchen gingen zu Fuß hin und ich würde sie später mit dem Auto abholen: Mit müden Ohren, hungrig, erschöpft. Glücklich.

 

 

 

 

 

 

 

2 thoughts on “Ein anderer Song Contest

  1. Nike says:

    Wir sind ja auch leidenschaftliche „dein song“ Fans. Jeder hatte einen anderen Favoriten (meiner war Mathis), aber Antonia hatte keiner auf der Rechnung.

    1. Silke says:

      Hier auch nicht! Danke für den Ohrwurm… she’s living three lives at once and I don’t know why… :)

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