Silvester 2015

Ohne die Kinder fallen Christoph und ich innerhalb weniger Stunden in einen komfortablen Rhythmus, der aus wenig Aufregendem, aber sehr viel von dem besteht, was uns normalerweise nicht mehr vergönnt ist: Lange, lange schlafen, nach dem Aufwachen einfach liegenbleiben, sehr viel lesen, Seriengucken im Akkord. Mal pröddelt jeder für sich, mal machen wir gemeinsame Sache: Wir waren immer schon sehr gut darin, beides ungezwungen nebeneinander machen zu können. Leben und leben lassen. Eigentlich gibt es dann auch eine Menge Convenient Food (um es genau zu sagen: Tiefkühlpizza), aber da die Großeltern uns dieses Mal großzügig viele Weihnachtsessensreste daließen, war das Convenient Food in diesen kinderlosen Zeiten ausnahmsweise reichhaltiger. Über die letzten Tage gibt es also aus unserem Hause nicht viel zu berichten, außer, dass die Auszeit sehr gut tat.

Am Silvestervormittag holte Christoph die Mädchen bei seinen Eltern ab, während ich letzte Einkäufe abarbeitete und die Bude für den Besuch am Abend säuberte und richtete. Nach den faulen Tagen auf der Couch war das auch dringend nötig – fast so, als wären die Mädchen auch dagewesen (aber nicht ganz so krümelig).

Im Freundeskreis werden wir immer besser darin, entspannte, stressfreie BYOB-Abende abzuhalten. Der Tisch wird freigeräumt, jeder bringt etwas für sich und die anderen mit und wer kommt, kommt. Wenn mehr Menschen auftauchen als bei der ersten Zählung lose geplant, weil Freunde Freunde mitbringen oder gar, weil doch noch jemand klingelt, obwohl man nicht damit gerechnet hatte, ist das umso schöner. Dann ziehen wir einfach noch einen Stuhl ran und rücken enger zusammen. Unsere Basisstation ist die Küche. Die Kinder pendelten zwischen Küche und Wohnzimmer, die Männer zwischen Küche und Feuerstelle im Garten (das muss so ein Männerding sein). Überall gab es Lachen, rote Gesichter, Gläserklappern, Dips und Chips und Tapas und Salate und Baguette, Gespräche, Fußgetrappel und Leben. Um viertel vor 12 packten sich alle warm ein, denn es wurde nach dem mildesten Dezember aller Zeiten doch noch empfindlich kühl im Münsterland, und standen auf der Straße herum, weil man sich im Stehen viel besser umarmen kann.

Ein frohes, gesundes, rundum gutes, lebhaftes neues Jahr 2016 Euch allen!

 

 

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