Eine halbe Styroporscheibe

Während das Mittwochsmädchen auf dem Weg zum Malen ist, wo sie geheime Weihnachtsprojekte finalisiert (die auch Christoph, der sie abholt, noch nicht sehen durfte),

schwitzen das Donnerstagsmädchen und ich in der unzweifelhaft hässlichsten Umkleidekabine Münsters.

Alleine diese Farbkombination!

(Nicht im Bild: der grobe Eisenhaken unter der Decke, der mich endgültig davon überzeugt hat, dass man hier wohl vor nicht allzu langer Zeit noch Tiere schlachtete und Blut und Gedärme mit einem Gartenschlauch in Richtung Abfluss spritzte. Lecker.)

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Mittlerweile hat Ella sich im Wasser zu einem nackigen Arm und einer halben Styroporscheibe am anderen Arm vorgearbeitet und befindet sich auf dem besten Weg zum Seepferdchen. Ich bin mir sowieso sicher, dass die halbe Scheibe nur Placebocharakter hat. Ella macht unerlässlich Froschbeine und Froscharme und quatscht und quatscht und quatscht die ganze Zeit mit ihren 2 Freundinnen, als hätten sich die 3 nicht schon den ganzen Tag im Kindergarten gesehen.

Am Ende steht sie mit geschlossenen Augen unter der Dusche und findet alles schön. Warmes Wasser. Ihren rosa Badeanzug mit Blümchenmuster und den 2 Perlen an den Spaghettiträgern. Shampoo, das nach Erdbeeren duftet. Ein weiches Kapuzenhandtuch. Den warmen Föhnwind. Dass Mama immer was zu essen dabei hat (reiner Selbsterhaltungstrieb der Mutter: sonst hält das Kind den Heimweg radelnd kaum durch und alle schönen Schwimmgefühle sind weg).

Und dann ist es Freitag Abend, Hanne und Christoph kommen heim, wir kochen zusammen und gucken einen Freitagsfamilienfilm und freuen uns aufs Wochenende. Läuft bei uns!

 

 

 

 

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