Ein Geschenk

Mitte dieser Woche hatte ich mich mit einer Freundin, auch Mutter zweier Kinder, getroffen und ihr neben vielen, vielen anderen Themen (wir hatten uns seit der Geburt von Kind 2 nicht mehr gesehen) auch von meinem bevorstehenden Wochenende in Kiel erzählt.

Ohne Kind, ohne Mann, dafür aber mit (meiner!) Musik auf den Ohren und (meinem!) Buch in der Hand und schon auf der Hinreise viel Ich-Zeit. Mit Eindrücken, die keiner meiner 3 Liebsten würde teilen können. Ohne Apfelschnitze in Tupperdosen, ohne Kekse oder SIG-Flasche mit Wasser oder Tablette?, ohne Feuchttücher, ohne Matschhosen.

Dafür aber mit gutem Kaffee und gutem vietnamesischem Essen – abends, wenn es dunkel ist, im Restaurant.

Das stieß auf mehr Unverständnis, als ich erwartet hätte, bis ich verstand, dass es nicht die Alleinezeit war, die für Erstaunen sorgte, sondern die Möglichkeit für mich, die Mädchen in Christophs Obhut zu lassen. In allervollstem Vertrauen darauf, dass er alles wuppt. Meistens wuppt er die Mädchen ohnehin entspannter und besser als ich, die ich morgens schon die Krise kriege, wenn nach 5 Minuten die Socke immer noch nur die Zehen bedeckt anstatt schon bis zu den Knien hoch gewandert zu sein. (Christoph bleibt auch dann noch geduldig und ruhig und schafft es trotzdem, die Mädels rechtzeitig aus der Tür zu schleusen. Ein Phänomen.)

Keinen Gedanken habe ich also daran verschwendet, dass es da zu irgendwelchen Problemen kommen könnte! Dieses Wochenende war kein Testlauf (wenn überhaupt, dann nur im dem Sinne, dass ich das erste Mal auf meine Initiative hin ohne meine 3 war. Ich bin halt ein Familientier.). Dieses Wochenende war ein Geschenk von meinem Mann.

 

 

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