Beerenkuchen

Wenn Hanne und ich Ella nach dem Mittagessen abholen, kommt sie uns freudig in die Arme gefallen, drückt und knuddelt und will heim und „wath ethen“ (Ich weigere mich noch, es lispeln zu nennen und bin lieber beeindruckt, dass mein Mädchen das englische th schon in so zartem Alter gut hinbekommt). Immer gut, wenn die große Schwester vormittags schon dafür gesorgt hat, dass man auch etwas zu ethen da hat.

Hanne hat gedanklich mit dem Kindergarten ganz abgeschlossen und überlegte kurzfristig, ob sie nicht lieber vor dem Tor warten wollte, bis ich mit Ellie wieder rauskomme. Dass die anderen Kinder sie sofort ansprechen und sich freuen und ihr Dinge zeigen wollen, ist ihr wahrscheinlich einfach zu viel. Einen Tag als Besuchskind im Kindergarten zu bleiben darf ich ihr gar nicht erst vorschlagen, dabei machen das die anderen „Ausgeschiedenen“ gerne. Bislang wollte Hanne sich auch noch mit keinem ihrer alten Freunde verabreden, was mich zwiespältig lässt: Einerseits bin ich für Ella froh, dass die Nachmittage ruhig sind. Sie möchte nicht schlafen (nur ethen, ethen, ethen) und ist daher gegen 6 auch reif für Abendbrot und Bett. Andererseits finde ich es für Hanne schade, dass sie nur mit Ella, Christoph und mir zusammen ist – fehlen ihr denn da keine anderen Kinder?

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